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Luxus

Rapper Kontra K. übt selbstkritisch Konsumkritik

Hamburg (dpa)

Was wäre die Rapper-Szene ohne Edelmarken wie Gucci, Prada oder Rolex? Kaum mehr wiederzuerkennen. Rapper Kontra K. hält den Luxusmarken-Hype dennoch für völlig verzichtbar.

Von dpa

Kontra K. kritisiert den Luxusmarken- und Angeber-Hype im Rap-Geschäft. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Der Rapper Kontra K. (34) kritisiert den Luxusmarken- und Angeber-Hype im Rap-Geschäft. «Wir Rapper haben ziemlich viel verkackt», sagt der Berliner Musiker, der früher in seinen Videos selbst teure Markenklamotten trug, laut NDR in einer neuen Reportage von «STRG_F».

«Zu sagen, ja, sind nicht unsere Kinder, ist die billigste Ausrede.» Rap habe Einfluss und forme die nächste Generation. «Früher ging es darum, wie krass man war. Heute geht es darum, welche krassen Sachen du hast. Wer hat die krasseste Kette? Wer zieht die krassesten, teuersten Schuhe an? Wer hat die limitierte Auflage von what the fuck?! Hauptsache, es kostet viel Geld. Und das ist Quatsch.» Das Reportageformat STRG_F (NDR/funk) veröffentlichte am Dienstag einen Beitrag über Markenprodukte und ihre Fakes.

Nach einer Recherche des Funk-Formats (Funk ist das digitale Jugendangebot von ARD und ZDF) enthält fast die Hälfte der Rap-Hits der vergangenen fünf Jahre Markennamen. Untersucht wurden alle Rap-Songs, die in den deutschen Singlecharts auf Platz eins landeten. In 31 von 71 untersuchten Titeln werden demnach Marken besungen: am häufigsten Gucci (13 Songs), danach folgen Louis Vuitton (acht Songs) sowie Rolex und Prada (jeweils fünf).

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