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Pro & Contra

Muttertag in Zeiten der Pandemie

Münster

Mütter sind in der Corona-Pandemie mehr gefordert denn je. Ist dieser eine Tag im Jahr, an dem sie gefeiert werden, eine schöne Art des Dankes - oder ein kommerzielles Ereignis, dass mit der Wertschätzung der alltäglichen Leistung von Müttern nicht mehr viel zu tun hat?

Claudia Kramer-Santel und Dorle Neumann

Hausarbeit, Kinderbetreuung, Schulaufgabenkontrolle: Mütter zeigen da im Alltag oft deutlich mehr Präsenz als Väter. Foto: Annette Riedl/dpa

Pro: Höhere "Prio" bitte!

Ehrlich gemeinte Gesten können trotz allem ausdrücken, was im Alltag untergeht: Wertschätzung. Sie muss endlich eine höherer Priorität haben . . . (Claudia Kramer-Santel)

Contra: 365 Tage im Jahr

Da steht der obligatorische Strauß auf dem Tisch – es ist Muttertag. Natürlich ist es nett, wenn kleinere Kinder zum Muttertag etwas malen oder basteln. Das hebt man ja auch ewig auf. Aber grundsätzlich könnten sie das an irgend­einem Tag oder sogar häufiger im Jahr machen, weil es ihnen und der Beschenkten Freude bereitet.

Der Muttertag löst eine kommerzielle Maschinerie aus. Das freut alle Blumen-, Konfekt- und Parfümverkaufenden. Aber was ist im Rest des Jahres? Wer macht sich dann klar, was Mütter – und im Übrigen auch Väter, deren Ehrentag ja nah ist – für die Familie leisten? Das Bewusstsein, dass Eltern für die Gesellschaft einen unentbehr­lichen Beitrag erbringen, sollte 365 Tage im Jahr präsent sein! (Dorle Neumann)

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