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Wahlkampf

«In» Landshut: Laschet erntet Spott für ein Wort zuviel

Berlin (dpa)

Die inhaltliche Auseinandersetzung im Wahlkampf wird immer wieder von Fehltritten der Kandidaten in den Hintergrund gedrängt. Nun leistet sich Unions-Kandidat Laschet einen neuen Patzer.

Von dpa

Unions-Kanzlerkandidat Laschet erntet erneut Häme. Foto: Roland Weihrauch/dpa

CDU/CSU-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat für ein kleines Wort zuviel beim Wahlkampf-Auftakt der Union im Internet Spott und Häme geerntet.

In seiner Rede hatte der CDU-Vorsitzende am Samstag davon gesprochen, dass die Bundespolizei-Spezialeinheit GSG9 im Herbst 1977 «Deutsche aus der entführten Lufthansa-Maschine IN Landshut befreit» habe. «Landshut» war seinerzeit aber nur der Name des Flugzeugs. Die Geiseln kamen bei einer spektakulären Aktion in Somalias Hauptstadt Mogadischu frei.

Im Netz wurde Laschet unterstellt, es nicht besser zu wissen. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Canan Bayram schrieb auf Twitter: «Nein, Landshut liegt nicht in Somalia liebe Union, und ja, Ihr wolltet keinen perfekten Mann, sondern Armin». Andere gaben Laschets Aussage wieder und setzten tränenlachende Smileys dazu. Weiteren Spott erntete der CDU-Chef, weil er davon gesprochen hatte, dass die Bundeswehr nun mit Transall-Maschinen im Einsatz sei. Die hat sie inzwischen ausgemustert und fliegt nun mit dem Airbus A400M.

Der bisherige Bundestagswahlkampf war stark von persönlichen Patzern der Kandidaten bestimmt - etwa Laschets Lacher am Rande einer Äußerung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Hochwasserkatastrophe oder Fehlern im Lebenslauf von Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Vielfach wird beklagt, dass es an inhaltlicher Auseinandersetzung fehle.

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