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Drama

Kraftvolles Erstlingswerk: «Die Überlebenden»

München (dpa)

Der schwedische Autor Alex Schulman erzählt eine Brüdergeschichte, die unter die Haut geht. Es soll autobiografische Züge geben.

Von dpa

Die Brüder Nils, Benjamin und Pierre kehren nach dem Tod ihrer Mutter in das Sommerhaus ihrer Kindheit zurück. Sie erfüllen den letzten Wunsch der Mutter und verstreuen ihre Asche über den See.

Zwei Jahrzehnte waren die Brüder nicht mehr an diesem verwunschenen Ort, das Leben hat sie auseinandergetrieben. Nun kommen mit Macht die Erinnerungen zurück - an die Sommer am See, die unterschwelligen Spannungen zwischen den Eltern, an die Solidarität, aber auch die Rivalität zwischen den Brüdern.

Unvergessen bleibt vor allem jener verhängnisvolle Tag, als ein folgenschwerer Unfall passierte. Alex Schulman hat mit «Die Überlebenden» ein ungewöhnlich kraftvolles Erstlingswerk mit stark autobiografischen Zügen geschrieben. Ruhig entwickelt der schwedische Autor seine sich nach und nach zu einem Drama zuspitzende Geschichte. Die feinen Schwingungen zwischen den Brüdern hält er mit der gleichen Intensität fest wie Gerüche, Farben, überhaupt die ganze Sinnlichkeit einer rauen Natur, die mehr als nur Hintergrund ist. Eine Brüdergeschichte, die unter die Haut geht.

- Alex Schulman: Die Überlebenden, dtv, München, 304 Seiten, 22,00 Euro, ISBN 978-3-423-28293-2.

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