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65. Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam

Jendrik trällert am Publikum vorbei: Deutschland zementiert seine Verlierer-Rolle

Rotterdam

Jendrik Sigwart ist beim ESC in Rotterdam Vorletzter geworden. Seine fröhliche Nummer „I don‘t feel hate“ fiel bei den Zuschauern auf ganzer Linie durch. Damit bestätigte der 26-jährige Hamburger die Entwicklung der letzten Jahre. Dennoch war Jendrik hinterher nicht todtraurig – aus gutem Grund.

Cedric Gebhardt

Jendriks Auftritt stieß auf wenig Begeisterung. Foto: imago images/ANP

Es bleibt dabei. Der deutsche Vertreter haut die ESC-Fans in Europa einfach nicht vom Hocker und schon gar nicht von der Couch im heimischen Wohnzimmer. Jendrik Sigwart trällerte, hüpfte und tanzte mit seinem Song „I don’t feel hate“ vollkommen am Geschmack des Publikums vorbei.

Seine fröhliche Anti-Hass-Nummer – vorgetragen im pinkfarbenen Sakko und mit Glitzer-Ukulele – stieß auf wenig Begeisterung. Der 26-jährige Hamburger festigte damit Deutschlands Verlierer-Status beim größten Musikwettbewerb der Welt.

Bei der Frage, wen die Deutschen als ihren Vertreter ins Rennen schicken, beweisen sie ein bemerkenswert unglückliches Händchen und greifen zielsicher daneben. In den vergangenen sechs Jahren gelang nur Michael Schulte 2018 eine vordere Platzierung. Ansonsten war Deutschland mit seinem Beitrag zweimal Letzter und dreimal Vorletzter. J

endrik selbst räumte am Samstagabend zwar Enttäuschung ein, ließ sich seine gute Laune dadurch aber nicht verderben. Schon im Vorfeld hatte er angekündigt, den ESC „zu 100 Prozent genießen“ zu wollen. Das tat er und präsentierte sich auch nach seinem mauem Abschneiden unbeirrt positiv: „Ich habe mich sehr wohl gefühlt mit mir und bin happy.“ Wohlwissend, im selben Hotel mit den Siegern aus Italien untergebracht zu sein. Dort wurde ganz sicher nicht Trübsal geblasen.

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