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Kulturprojekt

Berliner Humboldt Forum öffnet am 20. Juli

Berlin (dpa)

Jetzt geht es endlich los: Ende Juli öffnet das Humboldt Forum, das rund 680 Millionen Euro teure Zentrum für Kultur, Kunst und Wissenschaft im Herzen Berlins.

Von dpa

Das Humboldt Forum am Schloßplatz in Berlin Mitte. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Das Humboldt Forum in Berlin wird am 20. Juli erstmals für Besucherinnen und Besucher zugänglich sein. Dann sollen erste Bereiche innerhalb des international ambitionierten Kulturprojekts öffnen, wie die Stiftung Humboldt Forum am Dienstag in Berlin mitteilte.

Coronabedingt ebenfalls erst seit vergangener Woche sind die Höfe des auch wegen seiner historisierenden Schlossfassade umstrittenen Baus öffentlich zugänglich. Wegen des Lockdowns in der Corona-Pandemie hatte der im vergangenen Dezember vorgesehene erste Öffnungsschritt nur digitale Zugänge erschlossen.

Zunächst erwarten Interessierte etwa Präsentationen zur Geschichte des Ortes, bei denen anhand von Originalstücken die historische Entwicklung an dieser Stelle im Herzen Berlins aufgezeigt wird. Zudem sollen die Sonderausstellung «schrecklich schön – Elefant. Mensch. Elfenbein» und für Kinder die Ausstellung «Nimm Platz!» zugänglich sein. Auch die Auftaktpräsentationen «Nach der Natur» und «Berlin Global» sollen zugänglich sein. Als nächster Schritt ist für den 22. September die Öffnung von Präsentationen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst vorgesehen.

Das rund 680 Millionen Euro teure Zentrum für Kultur, Kunst und Wissenschaft wurde vom italienischen Architekten Franco Stella hinter der umstrittenen rekonstruierten Schlossfassade errichtet. Das rund 40 000 Quadratmeter umfassende Gebäude teilen sich zwei Museen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, das Land Berlin und die Humboldt-Universität.

Gezeigt werden Exponate aus Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien sowie Objekte zur Geschichte Berlins. Neben dem Bau selbst ist auch die geplante Präsentation von Benin-Bronzen umstritten, die als Raubgut aus kolonialen Zeiten gelten. Museen aus Deutschland und Nigeria sowie die politische Ebene verhandeln aktuell über Rückgaben vom kommenden Jahr an.

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