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Eishockey

So stehen die Playoff-Chancen der Deutschen in der NHL

Los Angeles (dpa)

Acht Spieler aus Deutschland sind in dieser Saison in der NHL aktiv, mehr als die Hälfte davon können es mit ihren Teams in die Playoffs schaffen. Ein Überblick vor der Schlussphase in der Hauptrunde.

Von Maximilian Haupt, dpa

Sicherer Rückhalt der Colorado Avalanche: Philipp Grubauer. Foto: David Zalubowski/AP/dpa

56 Spiele umfasst die verkürzte Hauptrunde in dieser NHL-Saison, und für manche Teams ist die Marke in der ungewöhnlichen Saison bereits fast erreicht.

Langsam aber sicher ist klar, welche Profis aus Deutschland in dieser Saison eine Chance bekommen, ab Mitte Mai mit ihren Mannschaften in den Playoffs um den Stanley Cup zu spielen. Ex-Bundestrainer Marco Sturm, selbst im Trainerstab der Los Angeles Kings, hat dabei einen klaren Favoriten aus deutscher Sicht: Die Colorado Avalanche um Torwart Philipp Grubauer.

«Die haben nicht nur eine der besten Mannschaften finde ich in dieser Saison, sondern mit Philipp Grubauer auch einen der besten Torhüter in der Liga», sagte Sturm der Deutschen Presse-Agentur. «Ich hoffe, dass er nach Covid genauso spielt wie vorher, denn er war einer der besseren Torhüter in dieser Saison und ich denke schon, dass Colorado auch gute Chancen hat, am Ende des Tages auch den Stanley Cup zu gewinnen.»

SICHER DABEI

Philipp GRUBAUER (Colorado Avalanche): Das starke Team aus den Rocky Mountains ist bereits sicher für die Playoffs qualifiziert. Zuletzt hatte die Mannschaft zwar eine Durststrecke und verlor drei Partien in Serie, musste aber auch auf einige Spieler verzichten - darunter Grubauer, der seit Dienstag im Training wieder auf dem Eis steht nach seiner Zeit auf der Corona-Liste der NHL.

Nico STURM (Minnesota Wild): Zu den überzeugenden Mannschaften der Saison zählen auch die Minnesota Wild. Wie der Augsburger Nico Sturm hatte zwar auch das ganze Team stärkere und schwächere Phasen, ist aber dennoch bereits sicher in den Playoffs und versucht nun, sich innerhalb der Division noch eine bessere Ausgangsposition zu verschaffen. «Das ist ein gutes Gefühl», sagte Sturm der Deutschen Presse-Agentur.

WAHRSCHEINLICH DABEI

Leon DRAISAITL und Dominik KAHUN (Edmonton Oilers): Die Niederlage gegen die Calgary Flames war ärgerlich aus Sicht der Oilers, Sorgen um die Teilnahme an den Playoffs muss sich das Team um Leon Draisaitl und Dominik Kahun aber nicht machen. Trotz der zweitwenigsten absolvierten Spiele aller Mannschaften aus der Kanada-Divison stehen die Oilers auf Rang zwei der Tabelle und können mit den Playoffs planen. Man sei zwar kein Favorit, aber jedes Team in den Playoffs habe eine Chance auf den Stanley Cup, sagte Draisaitl zuletzt.

NOCH CHANCEN

Marc MICHAELIS (Vancouver Canucks): Die Situation der Vancouver Canucks ist unübersichtlich. Wegen des Corona-Ausbruchs im Team hat die kanadische Mannschaft derzeit die wenigsten Partien aller Mannschaften in der NHL absolviert und entsprechend auch wenig Punkte. Sollten die Canucks ins Rollen kommen, können sie noch auf Rang vier vorpreschen - die 1:4-Niederlage gegen die bereits qualifizierten Toronto Maple Leafs am Donnerstag (Ortszeit) war dabei aber keine Hilfe.

PLAYOFF-ZUSCHAUER:

Tobias RIEDER (Buffalo Sabres): Mit den Playoffs haben die Buffalo Sabres in dieser Saison nichts mehr zu tun. Auf Rang vier und die Boston Bruins hat die Mannschaft um Nationalspieler Tobias Rieder 31 Punkte Rückstand und zudem zwei Spiele mehr auf dem Konto. Selbst bei nur noch Siegen bis zum Ende der Hauptrunde gibt es keine Chance.

Thomas GREISS (Detroit Red Wings): Nach 52 von 56 Spielen haben die Detroit Red Wings 13 Punkte Rückstand auf den letzten Playoff-Platz und damit praktisch keine Chance mehr auf die Teilnahme.

Tim STÜTZLE (Ottawa Senators): Die Senators aus der kanadischen Hauptstadt Ottawa liegen zwar nur neun Punkte hinter dem vierten Platz, haben aber bereits zwei Spiele mehr absolviert als die Montreal Canadiens und damit nur noch theoretische Chancen auf die Playoff-Qualifikation im ersten NHL-Jahr von Supertalent Tim Stützle.