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«Anhalt 2021» in Dessau

Wieder ein großer Wurf von Vetter - Mihambo auf Formsuche

Speerwurf-Ass Johannes Vetter setzt die Serie der 90-Meter-Würfe in Dessau fort. Weitsprung-Weltmeisterin Mihambo siegt, kommt aber noch nicht über sieben Meter. Beim Comeback nach der Geburt ihrer Tochter fehlt Hürdensprinterin Cindy Roleder noch das Tempo.

dpa

Mihambo siegte mit 6,68 Metern beim Weitsprung beim Leichtathletik-Meeting in Dessau. Foto: Bernd Thissen

Dessau (dpa) - Weltklasse-Speerwerfer Johannes Vetter hat die Serie seiner großen Würfe fortgesetzt.

Beim Leichtathletik-Meeting «Anhalt 2021» in Dessau ließ er den Konkurrenten mit 93,20 Meter keine Chance. Zuvor hatte er 91,86 Meter vorgelegt. Es war bereits der vierte Wettkampf hintereinander, bei dem er die 90-Meter-Marke übertraf. Zwei Tage zuvor hatte er in Ostrava sogar exakt einen Meter weiter geworfen. «Ich hätte nicht erwartet, dass es noch mal so weit gegangen ist», sagte Vetter. «Es ist bisher ein gutes Jahr.»

Während der 27 Jahre alte Offenburger drei Monate vor den Olympischen Spiele in Tokio schon in Topform ist, ist Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo noch steigerungsfähig. Mit 6,68 Metern gelang der 27-Jährigen von der LG Kurpfalz vor rund 300 Zuschauern zwar der dritte Erfolg nach 2019 und 2020, nicht aber, bei ihrem ersten Freiluft-Wettkampf über sieben Meter zu fliegen. «Es war ein ganz guter Einstieg, aber es hat noch nicht alles gestimmt», sagte sie. Zweite wurde Lucie Kienast (Halle) mit 6,51 Meter vor der Weißrussin Nastassia Mironchik-Iwanow (6,48 Meter).

Das Comeback von Hürdensprinterin Cindy Roleder nach der Geburt ihrer Tochter am 1. Januar gelang nicht besonders gut. Die als «schnellste Mama» angekündigte 31-Jährige vom SV Halle schied bei heftigem Gegenwind im Vorlauf mit 14,09 Sekunden und Platz fünf aus. Im B-Finale mit Rückenwind rannte sie in 14,02 Sekunden auf Rang vier. «Die Zeiten sind alle für die Tonne», sagte die Europameisterin von 2016, die 15 Monate lang keinen Wettkampf gemacht hat. «Körperlich bin ich noch nicht in bester Verfassung.» Ziel nach ihrer Rückkehr ist die Qualifikation für die Tokio-Spiele.

Auch bei der dreimaligen Hochsprung-Weltmeisterin Mariya Lasitskene lief es nicht rund. Höher als 1,80 Meter kam die Russin, die im Freien eine Bestmarke von 2,06 Meter vorzuweisen hat, nicht und wurde nur Siebte. Allerdings war es nach der Suspendierung der russischen Leichtathleten der erste internationale Auftritt für sie seit 2019. Die Ukrainerin Irina Heraschenko sprang mit 1,92 Meter am höchsten.

Im Stabhochsprung flog keiner höher als Weltmeister Sam Kendricks (USA) mit überquerten 5,80 Meter. Für den Zweiten Oleg Zernikel (ASV Landau) reichte es für 5,50 Meter. Der deutsche Vizemeister Torben Blech (Leverkusen) schaffte fünf Zentimeter weniger und Platz drei.

Einen deutschen Doppelsieg gab es hingegen über 100 Meter der Frauen. In 11,29 Sekunden war die Leverkusenerin Jennifer Montag eine Hundertstelsekunde schneller als Sina Mayer (Zweibrücken). Die schnellste Zeit im Finale der Männer lieferte Yupun Abeykoon Mudiyanselage aus Sri Lanka mit 10,09 Sekunden. Bester Deutscher war der Münchner Yannick Wolf in 10,31 Sekunden.

Über 800 Meter erreichte die deutsche Meisterin Christina Hering aus München in 2:01,66 Minuten hinter der Französin Renelle Lamote (2:01,66) den zweiten Platz. Hindernis-Europameisterin Gesa Kraus (Trier), für die es ein Tempohärtetest war, wurde in 2:05,76 Minuten Achte.

© dpa-infocom, dpa:210521-99-696859/3

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