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Turnier in Katar

Notizen von der Fußball-Weltmeisterschaft

Doha (dpa)

Unterhaltsames von der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar.

Von dpa

Belgiens Kevin De Bruyne wurde gegen Kanada zum «Spieler des Spiels» gewählt. «Ich habe nicht gut gespielt», urteilte er hinterher. Foto: Tom Weller/dpa

Saubermänner und Sauberfrauen

Bei der DFB-Elf hinterließen die Japaner mit ihren Jokern Ritsu Doan und Takuma Asano jede Menge Chaos - für das Chalifa International Stadion in Al-Rajjan galt das nicht. Fans in Trikots der Blue Samurai halfen nach dem 2:1-Sieg über das Team von Bundestrainer Hansi Flick noch bei der Reinigung der Arena. Die Ordnungshüter des Ahmad bin Ali Stadions in Al-Rajjan werden das gerne hören: Dort spielen die Japaner am Sonntag (11.00 Uhr) gegen Costa Rica ihre nächste Begegnung.

Die Sache mit den roten Schuhen

Er trug sie wieder. Die roten Schuhe. Seine Spieler wollen das so, erklärte Costa Ricas Trainer Luis Fernando Suárez jüngst der «Süddeutschen Zeitung». Was er in den mittlerweile schon kultigen Tretern gegen Spanien beim 0:7 mitansehen musste, ließ ihn erschaudern. Dennoch: Auch gegen Japan wird Suárez sie wieder tragen, die roten Schuhe. Denn eher nackt als ohne sie, finden seine Spieler. Was aber passiert, wenn Costa Rica gegen den DFB-Bezwinger Japan auch noch verliert, prophezeite Suárez schon mal: Wenn sie eine schlechte WM spielen würden, dann laufe er davon - mit den roten Schuhen.

Wahrnehmungsprobleme

Für einen Gewinner und gewählten «Spieler des Spiels» sah Kevin De Bruyne ziemlich bedröppelt aus. Der 31 Jahre alte Mittelfeldstar von Manchester City wirkte auch ziemlich irritiert, dass er nach dem 1:0 seiner Belgier gegen Kanada zum besten Spieler der Partie gekürt worden war. «Ich weiß nicht, warum ich hier sitze. Ich habe nicht gut gespielt», urteilte De Bruyne hart, aber wahrheitsgetreu. «Wahrscheinlich ist es nur wegen meines Namens.» Trotz des Auftaktsieges gegen den Außenseiter sieht De Bruyne noch viel Steigerungspotenzial - bei seinem Team und sich selbst.

Ausgerechnet in Katar, wo Homosexualität verboten ist

Beim Torreigen der spanischen Mannschaft gegen Costa Rica (7:0) wurde nach jedem Treffer «Mi gran noche» im Stadion eingespielt. Das Lied des spanischen Sängers Rapahel aus der gleichnamigen Filmkomödie («Meine große Nacht») ist besonders bei Partys am Christopher Street Day beliebt.

Einfallsreich

Kein Alkohol in den WM-Stadien? Nicht mit mir, dachte sich ein mexikanischer Fan. Der junge Mann brachte zum ersten WM-Spiel seines Teams in Katar ein Fernglas mit ins Stadion - mit integriertem Schraubverschluss und hochprozentigem Inhalt. An der Einlasskontrolle zum Stadion wurde der Schummelversuch allerdings eiskalt entlarvt. Das Fernglas musste draußen bleiben, dem Fan blieb nur das alkoholfreie Bier am Stadion.

Besuch vom Entführer

Fußball ist in Ghana Chefsache. Logisch, dass Präsident Nana Addo Dankwa Akufo-Addo vor dem Spiel gegen Portugal noch einmal die Mannschaft besuchte und ihr die besten Wünsche mit auf den Weg gab. Akufo-Addo ist nicht nur großer Fan der «Black Stars», sondern insbesondere von Trainer Otto Addo. Für ihn wollte er sogar zum Entführer werden. Nach der erfolgreichen WM-Qualifikation scherzte Akufo-Addo, man könne den vertraglich noch an Borussia Dortmund gebundenen Trainer ja kidnappen, damit er in Ghana bleibe.

Geschwätzig

Gustavo Alfaro redet gerne und viel. Irgendwann war es dem Medienbetreuer der FIFA bei der Pressekonferenz Ecuadors vor dem Spiel am Freitag gegen die Niederlande aber zu viel. Die Pressekonferenz dauerte bereits eine halbe Stunde, weil Ecuadors Nationaltrainer Alfaro auf jede Frage minutenlang und ausufernd antwortete. Trotz etlicher Wortmeldungen brach der gestrenge FIFA-Mann die Veranstaltung aber ab. «Jetzt machen wir Schluss. Eine letzte - bitte kurze - Frage und ich bitte Herrn Alfaro auch um eine wirklich kurze Antwort», hieß es.

Ein schwerer Tag für Argentinien

Es ist an diesem Freitag zwei Jahre her, dass einer der größten, für manche auch der größte Fußballer starb. Mit 60 Jahren. Nach einem turbulenten, von fußballerischem Ruhm und auch menschlichen wie sportlichen Skandalen geprägten Leben. Diego Armando Maradona. «Es wird ein schwieriger Tag», sagte Diego Maradona Junior, einer von Maradonas Söhnen laut argentinische Medien: «Die Leute haben Maradona verloren, ich habe meinen alten Mann und Maradona verloren.»

Kontakt

Auch wenn Bayern-Superstar Sadio Mané daheim verletzt fehlt, steht er mit dem senegalesischen Nationalteam ständig in Kontakt. «Er schreibt uns regelmäßig. Sadio ist sehr wichtig für die Mannschaft», berichtete Abwehrchef Kalidou Koulibaly. Es gebe einen großen Spirit in der Mannschaft. Der Münchner Stürmer hatte sich vor der WM verletzt und ist bereits operiert worden.

Fotos ohne Ende

Auf dem Weg ins Education City Stadium waren weibliche südkoreanische Anhängerinnen in traditionell anmutenden Gewänder ein gerne genommenes Foto-Motiv von Uruguays Fans. Immer wieder wurden sie gebeten, mit den Männern in den hellblauen Trikots für ein Bildchen zu posieren.

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