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Zurück zu den Wurzeln: Podolski wechselt zu Gornik Zabrze

Berlin (dpa)

Lukas Podolski macht weiter, mit 36 Jahren ist für den Fußball-Profi immer noch nicht Schluss. Für ein Jahr kehrt er in sein Geburtsland zurück.

Von Doris Heimann und Sandra Degenhardt, dpa

Podolski hat beim polnischen Erstligisten Gornik Zabrze einen Einjahresvertrag unterschrieben. Foto: -/AP/dpa

Den Vertrag bei seinem neuen Club unterschreibt Lukas Podolski offiziell erst am Donnerstag, doch schon jetzt kann man sein Trikot mit der Nummer zehn im Fanshop kaufen.

Die Verpflichtung des deutschen Ex-Nationalspielers dürfte bei seinem neuen Arbeitgeber Gornik Zabrze die Kasse klingeln lassen. Podolski kehrt damit zu seinen Wurzeln zurück und spielt für ein Jahr beim polnischen Erstligisten.

Mit einem Video, in dem Podolski ein Trikot mit der Nummer zehn trägt, verkündete der Club am Dienstag die Verpflichtung: «Es ist soweit. Willkommen zuhause.» Am kommenden Donnerstag soll der in Polen geborene Podolski im Stadion in Zabrze den Einjahresvertrag unterzeichnen und von Fans des Clubs begrüßt werden, wie Vereinssprecher Konrad Kolakowski der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Der Weltmeister von 2014 twitterte unter das verlinkte Video: «Danke und bis später.» In dem Film wandte sich der Stürmer an die Fans mit dem Spruch: «Wir gehen vorwärts!» Das ist der Schlachtruf der Gornik-Anhänger. Schon am Montag hatte sich der Wechsel angebahnt, als der Verein in einem Clip verlauten ließ «The legend countinues...» Bei Podolski hieß es: «The saga continues».

Podolski wurde in Gleiwitz, einem Nachbarort von Zabrze, geboren. «Für mich ist es zum Beispiel nach wie vor eine Option, dass ich zum Ende meiner Karriere noch einmal in Polen spiele, bei Gornik Zabrze, «meinem Verein» in Polen», hatte Podolski 2016 in einem DFB-Interview gesagt.

Schon 2019 wollte Zabrze Podolski verpflichten, damals entschied sich der Angreifer aber für die Türkei. Nach Medienberichten soll Podolski jetzt Angebote aus Mexiko, Brasilien sowie aus der Türkei und Katar gehabt haben. «Für mich geht es darum, noch mal ein bis zwei Jahre zu spielen, Spaß zu haben und in einer guten Stadt zu leben», hatte Podolski vor kurzem dem «Kölner Stadt-Anzeiger» gesagt.

«Seit mehreren Saisons, jeden Sommer, kam das Thema des beliebten Poldis wie ein Bumerang zurück. Alle, sowohl die Fans des Clubs aus Zabrze, aber auch die Anhänger anderer Vereine, warteten, dass sein Versprechen erfüllt wird. Schließlich läuft nicht jeden Tag ein Weltmeister über den Rasen der Ekstraklasa», schrieb die Zeitung «Przeglad Sportowy» am Dienstag über den Transfer.

Podolski hatte zuletzt eine Saison lang für Antalyaspor in der Türkei gespielt und war nach dem Auslaufen seines Vertrages seit 1. Juli vereinslos. Zabrze ist für den 130-maligen Nationalspieler die achte Station seiner Profikarriere. Gornik hatte in der vorigen Saison den zehnten Platz in der polnischen Meisterschaft belegt.

Für seinen neuen Verein spielte Podolski noch nie, denn bereits als Zweijähriger verließ er mit seiner Familie Polen Richtung Deutschland, wo er 2003 bei seinem langjährigen Club 1. FC Köln sein Bundesligadebüt feierte. Mit dem FC Bayern München gewann Podolski 2008 das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal, Titel holte er auch mit dem FC Arsenal (England), Galatasaray Istanbul (Türkei) und Vissel Kobe (Japan).

Der Geschäftsmann Podolski hatte zuletzt mit seinem Engagement als neuer Juror der RTL-Show «Das Supertalent» überrascht. Er unterschrieb einen Vertrag für mehrere Jahre und wird von der nächsten Staffel an mitwirken.

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