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Geld sammeln für den Superstar

Medien: Barça «verschenkt» Spieler für Messi

Barcelona (dpa)

Von dpa

Trägt Lionel Messi weiter das Trikot vom FC Barcelona? Foto: David Ramirez/DAX via ZUMA Wire/dpa

Um Fußball-Superstar Lionel Messi auch künftig bezahlen zu können, lässt der FC Barcelona laut Medien einige gestandene Profis ablösefrei ziehen.

Das gelte vor allem für den französischen Abwehrmann Samuel Umtiti und den bosnischen Mittelfeldspieler Miralem Pjanic, berichtete am Sonntag die katalanische Fachzeitung «Mundo Deportivo».

Barça wolle an Gehältern sparen, um Messi einen neuen Vertrag anbieten und gleichzeitig die Vorgaben der spanischen Liga zum Financial Fairplay einhalten zu können. Sowohl Umtiti (27) als auch Pjanic (31) spielten in den Plänen von Trainer Ronald Koeman keine Rolle, schrieb das gewöhnlich gut informierte Blatt.

Beim Financial Fairplay in Spanien geht es in erster Linie um die Gesamtsumme der Gehaltszahlungen. Dort gibt es seit einiger Zeit Gehaltsobergrenzen, die in jeder Saison von der Liga für alle Proficlubs je nach finanzieller Lage neu festgelegt werden. Wegen der Corona-Folgen wurden die Limits zuletzt stark gesenkt worden. 

Vier Tage nach dem Ende des Vertrages zwischen Messi und Barça war die Zukunft des 34 Jahre alten Superstars weiter ungewiss. Der Argentinier hat sich bisher zu seinen Plänen für die neue Saison überhaupt nicht geäußert. Er glänzt bei der Copa América in Brasilien. Beim 3:0 der «Selección» im Viertelfinale gegen Ecuador bereitete er am Samstagabend in Goiania die zwei ersten Treffer vor, das 3:0 schoss er per Freistoß.

Messi habe dieser Tage «nur eine Sache im Kopf», schrieb die argentinische Sportzeitung «Olé» am Sonntag: Er wolle die Copa nach Argentinien holen und endlich einen ersten wichtigen Titel mit der Nationalmannschaft seines Landes gewinnen. Zuletzt gewann Argentinien das südamerikanischen Turnier vor 28 Jahren. Im Halbfinale wartet nun Kolumbien auf Messi & Co. Im Finale könnte es zum Topduell mit Gastgeber Brasilien kommen.

Medien in Barcelona und auch in Argentinien behaupten seit Tagen, Messi wolle zumindest auch die nächsten beiden Jahre in Barcelona bleiben. Das sei auch der Wunsch seiner Familie, von Ehefrau Antonella und seinen drei kleinen Jungs Thiago, Mateo und Ciro.

Noch im vorigen Sommer hatte Messi unter dem Eindruck der 2:8-Pleite gegen den FC Bayern in der Champions League versucht, ein Jahr vor Ablauf seines Vertrages den Verein zu verlassen, bei dem er bereits seit seinem 13. Lebensjahr kickt. Er war aber vom später zurückgetretenen Clubboss Josep Bartomeu daran gehindert worden. Nun könnte der Profi ungehindert und auch ablösefrei wechseln. Die Vertragsgespräche führt sein Vater und Manager Jorge, der sich ebenfalls in Schweigen hüllt.

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