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DFB-Pokal

Eintracht-Debakel bei Glasner-Debüt: Frühes Aus in Mannheim

Mannheim (dpa)

Der Neustart von Eintracht Frankfurt mit Oliver Glasner geht schief. Beim Pflichtspieldebüt des neuen Trainers fliegt die Eintracht in der ersten Runde aus dem DFB-Pokal. Bei der Niederlage bei Waldhof Mannheim präsentiert sich Frankfurt in besorgniserregender Form.

Von Nils Bastek, dpa

Der Ball landet zum 2:0 im Tor. Drittligist Waldhof Mannheim schmeißt die Frankfurter Eintracht aus dem Pokal-Wettbewerb. Foto: Uwe Anspach/dpa

Oliver Glasner machte aus seiner Enttäuschung kein Geheimnis. Mit ernster Miene kündigte der neue Trainer von Eintracht Frankfurt nach dem Pokal-Debakel bei seinem Pflichtspieldebüt eine schonungslose Analyse an.

«Wir werden sehr, sehr hart mit uns ins Gericht gehen und das Spiel analysieren», sagte der Österreicher nach dem 0:2 (0:0) in der ersten DFB-Pokalrunde beim Fußball-Drittligisten SV Waldhof Mannheim. «Diesen letzten Glauben, diese letzte Überzeugung hatten wir nicht als Mannschaft. Natürlich ist das ein sehr, sehr enttäuschender Nachmittag.»

Beim Drittligaclub SV Waldhof Mannheim hatte die Eintracht zuvor eine erschreckend schwache Vorstellung abgeliefert. Waldhof-Kapitän Marcel Seegert (48. Minute) und Joseph Boyamba (51.) sorgten mit ihren Toren vor 12 151 Zuschauern im Carl-Benz-Stadion für die Überraschung und beste Stimmung bei den Gastgebern. Zu allem Überfluss sah Frankfurts Abwehrchef Martin Hinteregger (62.) wegen wiederholten Foulspiels auch noch Gelb-Rot. «Wir haben heute Vieles schlecht gemacht», räumte Glasner ein.

Ideenlose Frankfurter

Was Frankfurt seinen mitgereisten Fans im ersten Pflichtspiel unter Glasner anbot, dürfte wenige Tage vor dem Bundesligastart bei Borussia Dortmund Sorgen bereiten. Anders als vor zwei Jahren, als die Eintracht in der ersten Runde mit 5:3 in Mannheim gewonnen hatte, lieferten sich beide Teams diesmal kein Spektakel. Ohne den gesperrten Filip Kostic fehlten den Frankfurtern in der Offensive die Ideen. Immer wieder spielte Glasners Team gegen tiefstehende Gastgeber quer oder zurück, nur hochkarätige Chancen erspielte es sich nicht. Waldhof hätte schon zur Halbzeit führen müssen.

Erst scheiterte Neuzugang Marc Schnatterer (40.) per Freistoß an Nationaltorwart Kevin Trapp. Unmittelbar vor der Pause hatte Mannheims Stürmer Dominik Martinovic dann die Riesenchance zur Führung, frei vor dem Tor konnte aber auch er Trapp nicht überwinden. Die Frankfurter wurden dagegen nur einmal gefährlich: Neuzugang Jesper Lindström (23.) setzte seinen Freistoß knapp über das Tor.

Neuzugänge in Startelf

Neben dem 21-jährigen Dänen hatte Glasner zwei weitere Neue in seine Startelf beordert. Rafael Borré erreichten im Sturmzentrum allerdings kaum Bälle und Kostic-Ersatz Christopher Lenz fiel auf der linken Außenbahn hauptsächlich durch Fehlpässe auf. So kam es, wie es kommen musste: Nach einer Schnatterer-Ecke köpfte Seegert unbedrängt zum 1:0 ein, nur drei Minuten später chippte Boyamba den Ball nach feiner Vorlage von Martinovic über Trapp hinweg ins Tor. «Im Großen und Ganzen ist das für uns heute ein schöner Tag, das war ein großer Kampf», sagte Waldhof-Trainer Patrick Glöckner. «Ich bin wirklich stolz auf die Truppe.»

Für Frankfurt wurde es dagegen noch schlimmer. Weil Hinteregger den schnellen Marcel Costly im Laufduell am Trikot zog, sah er seine zweite Gelbe Karte und musste vom Platz. Anschließend hätte Martinovic (71.) frei vor Trapp sogar noch erhöhen müssen, aber wieder parierte der Keeper.

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