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Wolfsburg feiert Champions League - Glasner vor Abschied

Das letzte Spiel einer erfolgreichen Saison verliert der VfL Wolfsburg gegen Mainz mit 2:3. Das war danach aber allen egal. Der Club freut sich auf die Champions League - und muss sich dafür wahrscheinlich einen neuen Trainer suchen.

dpa

Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner verlässt nach dem Schlusspfiff den Innenraum des Stadions. Foto: Swen Pförtner

Wolfsburg (dpa) - Seine kleine Champions-League-Party ließ sich der VfL Wolfsburg auch von einer unerwarteten Heimniederlage im letzten Saisonspiel nicht verderben.

Etwa 50 Fans feierten die Mannschaft nach dem 2:3 (0:1) gegen den FSV Mainz 05 vor der Volkswagen Arena. Die Qualifikation für die Champions League hatte der Tabellenvierte der Fußball-Bundesliga schon vor einer Woche klargemacht.

«Ganz ehrlich: Das ist doch scheiß egal. Wir haben eine Wahnsinns-Saison gespielt. Dieses Ergebnis trübt das gar nicht», sagte Maximilian Arnold in einem Sky-Interview. «Mit diesem Teamgefüge hat es so viel Spaß gemacht. Dieser Spirit, den wir haben, ist ausschlaggebend dafür, dass wir auf diesem Platz stehen.»

Die einzige offene Frage in Wolfsburg ist jetzt noch: Bleibt Oliver Glasner Trainer des VfL oder verlässt er den Club nach zwei erfolgreichen Jahren wieder? Nach dem Mainz-Spiel deutete er Letzteres zumindest an, sein Statement bei der Pressekonferenz klang in Teilen wie eine Abschiedsrede. «Ich kann hier und heute bestätigen, dass ich einen Vertrag bis 2022 habe. Alles andere wird die Zukunft zeigen», sagte der Österreicher.

In den nächsten Tagen werde es ein Gespräch mit Geschäftsführer Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer geben. «Natürlich werden wir uns über verschiedenste Dinge unterhalten. Sollte sich an meiner persönlichen Situation etwas ändern, werden wir das zügig mitteilen», sagte Glasner. «Ich blicke jetzt voller Stolz auf diese Saison zurück. Das andere lasse ich auf mich zukommen.»

Die Fans in Wolfsburg wünschen sich offenbar, dass der 46-Jährige bleibt. «Wir wollen den Glasner sehen», sangen sie vor dem Stadion immer wieder. Oder auch: «Ohne Glasner wär' hier gar nichts los.»

Sein Verhältnis zu Schmadtke ist aber offenbar belastet. Dass der Trainer seine Zukunft in den vergangenen Wochen immer offenließ, wird ihm intern in Wolfsburg angekreidet.

Bei den Mainzern stellt sich die Trainerfrage nicht. Nach dem Ende der Hinrunde standen sie mit nur sieben Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Unter dem Dänen Bo Svensson holten sie dann in der zweiten Halbserie 32 Zähler und spielten punktgleich mit den Wolfsburgern die viertbeste Rückrunde aller Bundesliga-Clubs.

«Wir haben fünf Monate sehr erfolgreich gearbeitet. Und wir haben mit einer Gruppe gearbeitet, die sehr besonders ist», sagte Svensson nach dem Spiel. «Ich weiß nicht, ob der Sieg heute verdient war oder sonstwas: Aber ich freue mich, dass die Mannschaft noch einmal Gas gegeben hat. Sie hat sich noch einmal belohnt.»

Dreimal gingen die Mainzer am Samstag durch Jean Paul Boetius (44. Minute), Robin Quaison (54.) und Stefan Bell (78.) in Führung. Zweimal kam der VfL durch Maximilian Philipp (47.) und Joao Victor (66.) wieder zurück. Auch zu einem dritten Ausgleichstor fehlte nicht viel. In der 82. Minute traf Xaver Schlager nur den Pfosten.

© dpa-infocom, dpa:210522-99-704985/3

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