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32. Spieltag

Werder erkämpft Punkt gegen Leverkusen und stoppt Talfahrt

Bremen (dpa)

Von Lars Reinefeld, dpa

Werders Davie Selke (r) kämpft gegen Leverkusens Jonathan Tah um den Ball. Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Nach sieben Liga-Niederlagen in Serie hat Werder Bremen mal wieder einen Punkt geholt, einen großen Schritt im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga aber verpasst.

Gegen Bayer Leverkusen erkämpften sich die Grün-Weißen ein 0:0 und stoppten damit zumindest ihre dramatische Talfahrt. Dennoch wird für die Bremer das Zittern weitergehen. Für Leverkusen war das Remis ebenfalls zu wenig. Die Qualifikation für die Champions League ist nicht mehr möglich, auch das Ticket für die Europa League hat das Team von Trainer Hannes Wolf noch nicht sicher.

Werder verkürzte durch das verdiente Unentschieden den Rückstand auf den FC Augsburg auf zwei Punkte. Am Samstag kommt es in Augsburg zum brisanten und vielleicht vorentscheidenden Kellerduell. Fehlen wird dann Eren Dinkci, der in der Nachspielzeit die Rote Karte sah.

Werder-Coach Florian Kohfeldt hatte von seiner Mannschaft einen genauso leidenschaftlichen Auftritt wie bei der unglücklichen Niederlage im Halbfinale des DFB-Pokals gegen RB Leipzig gefordert. «Ich sehe am Samstag keinen großen Unterschied zu einem Pokalspiel. Das ist meine klare Ansage an die Mannschaft», hatte der nach wie vor um seinen Job kämpfende Trainer gesagt.

Doch von der großen Energie, die die Grün-Weißen gegen Leipzig auf den Platz gebracht hatten, war gegen Leverkusen vor der Pause nicht viel zu sehen. Werder agierte zwar bemüht, aber auch erstaunlich emotionslos und überließ den Gästen komplett das Spielgeschehen. Die Rheinländer hatten die Partie so gut im Griff und hätten zur Pause führen müssen.

Doch ein Schuss von Leon Bailey wurde von Niklas Moisander im letzten Moment abgewehrt (10. Minute), zudem scheiterte Leverkusens Flügelflitzer an Werder-Torwart Jiri Pavlenka. Glück hatten die Bremer zudem, dass ein Treffer von Florian Wirtz von Schiedsrichter Markus Schmidt nach Überprüfung des Videoassistenten wegen einer Abseitsstellung wieder zurückgenommen wurde. Werder wurde dagegen nur einmal durch einen Kopfball von Niclas Füllkrug gefährlich (25.) - viel zu wenig, um im Abstiegskampf einen entscheidenden Schritt zu machen.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Gastgeber mutiger. Bereits nach nicht einmal einer Stunde brachte Kohfeldt in Milot Rashica und Yuya Osako zwei frische Offensivkräfte. Werder bekam das Spiel nun besser in den Griff, ohne wirklich gefährlich zu werden. Doch immerhin stimmte der Einsatz, Leverkusen kam im zweiten Durchgang lange Zeit gar nicht mehr gefährlich vor das Bremer Tor. Dennoch hätte es fast doch noch zum zweiten Sieg in Serie gereicht. Doch der eingewechselte Demarai Gray scheiterte neun Minuten vor dem Ende am starken Pavlenka.