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Eintracht Frankfurt

Vorstand: Bobic und Hütter gehen «durch das große Tor raus»

Frankfurt/Main (dpa) - Die Clubführung von Eintracht Frankfurt hat trotz der Unstimmigkeiten in den vergangenen Wochen mit Sport-Vorstand Fredi Bobic und Cheftrainer Adi Hütter die Arbeit der beiden zum Abschied gewürdigt.

dpa

Axel Hellmann, Finanzvorstand der Eintracht Frankfurt Fußball AG, steht vor dem Spiel gegen den FC Schalke 04 im Logenbereich. Foto: Arne Dedert

«Sie haben einen entscheidenden Anteil daran, dass der Club so gut dasteht. Sportlich erfolgreich und wirtschaftlich stark mit einer großen Perspektive für die Zukunft», sagte Axel Hellmann, Vorstandssprecher des Fußball-Bundesligisten. «Beide haben mit ihrer Wirkungsweise den Club besser gemacht.»

Vor dem Hintergrund von ein «paar Irrungen, Wirrungen und Spannungen» sei ihm wichtig zu betonen, dass es eine «herausragende Zusammenarbeit» gewesen sei. «Wer so erfolgreich gearbeitet hat, geht bei Eintracht durch das große Tor raus», erklärte Hellmann.

Nach dem 3:4 bei Schalke 04, Platz fünf und dem verpassten Einzug in die Champions League hatte er das Duo stark kritisiert, weil sie dennoch eine positive Saisonbilanz gezogen hatten. «Es ging nur um die Einordnung der Gefühlslage nach der blamablen Niederlage», rechtfertigte er seine Attacke. «Wenn man sieben Spieltage für Schluss sieben Punkte Vorsprung hat, kann man nicht gleich zur Tagesordnung übergehen.» Trotz der Dissonanzen habe es am Samstag nach dem 3:1 gegen den SC Freiburg eine würdevolle Verabschiedung gegeben. Hellmann: «Es gab keine Verstimmung und Distanzen.»

Die Nachfolge für den zu Hertha BSC wechselnde Bobic wird Markus Krösche am 1. Juni als Sport-Vorstand am Main antreten. Für den zu Borussia Mönchengladbach gehenden Hütter ist bisher noch kein neuer Chefcoach verpflichtet worden. «Dies wird zeitnah erfolgen, in sieben bis zehn Tagen», kündigte Finanz-Vorstand Oliver Frankenbach an.

Dass der neue Coach eine Reihe von Topspielern wie Torjäger André Silva, Daichi Kamada, Evan N'Dicka oder Filip Kostic nicht mehr sehen wird, ist nach Ansicht von Hellmann keine beschlossene Sache. «Wir werden viele Spieler beim Trainingsauftakt wiedersehen. Wir müssen keine Spieler verkaufen», sagte er.

© dpa-infocom, dpa:210523-99-715316/2

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