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DM U20 in Ulm: Medaillen für Zahlten und Schepp

Plötzlich am Ende des Feldes

Dülmen/Ulm

Leichtathlet Silas Zahlten sagt: „Viel besser hätte es nicht laufen können“, obwohl er zwischenzeitlich bei der Deutschen Jugendmeisterschaft am Ende des Feldes war. Der Lohn: zwei Medaillen. Speerwerferin Josefa Schepp hingegen ist unzufrieden.

Von Jürgen Primus

Im 1500 Meter-Finale fand sich Silas Zahlten (Nr. 1132, 2.v.l.) kurzzeitig am Ende des Feldes wieder. Foto: privat

Am  Montag blickte Silas Zahlten, der sich am Wochenende mit Silber und Bronze für zwei couragierte Läufe bei den Deutschen U20-Leichtathletik-Meisterschaften belohnte, schon wieder nach vorne. „Ich habe noch in Ulm übernachtet, damit ich meine Hepatitis-Impfung für die Weltmeisterschaft in Kolumbien noch bekommen konnte.“ Anschließend ging es zurück nach Dülmen, die beiden Medaillen im Gepäck.

Zwei Tage Ruhe vor WM-Abenteuer

Er will sich jetzt zwei Tage Ruhe antun, um dann am Donnerstag nach Frankfurt zu reisen. Von dort geht es weiter ins Trainingslager nach Florida und am 30. Juli nach Kolumbien.

„Mit meinen Leistungen in Ulm bin ich sehr zufrieden.“ Beim Hindernis-Rennen habe er den 1500 Meter-Qualifikationslauf 40 Minuten zuvor durchaus gespürt. „Kurt Lauer lief eine Bombenzeit, dieses Tempo konnte ich nicht mitgehen. Wahrscheinlich auch nicht mit ausgeruhten Beinen.“ Denn der spätere Sieger kam sieben Sekunden vor Zahlten ins Ziel.

Doch dahinter entstand ein guter Zug. „Ich konnte mich an Robin Müller halten, der konstant schnell lief.“ 300 Meter vor Schluss zog Zahlten noch einmal das Tempo an, am letzten Wassergraben lief alles glatt und der Dülmener sicherte sich Platz zwei und die Silbermedaille.

Dopingkontrolle stört Regeneration

Die Regeneration lief nicht optimal, weil Zahlten 90 Minuten bei der Dopingkontrolle fest hing.

Beim 1500 Meter-Finale fand sich Zahlten plötzlich ganz am Ende des Feldes. „Das hat einige in meinem Umfeld schon nervös gemacht“, schmunzelt der Dülmener. Aber der spätere Sieger Christoph Schrick habe auch zunächst hinten gelaufen, „und an den habe ich mich die ganze Zeit drangehangen. Überraschend für uns beide war nur, dass da plötzlich einer vorne wie wild loslief und die WM-Norm angriff.“

Feld kassiert

Doch nach und nach kassierten Schrick und Zahlten das Feld, im Schlussspurt sicherte sich der Schüler dann den dritten Rang und damit die Bronze-Medaille. „Viel besser hätte es nicht laufen können“, freute sich Zahlten im DZ-Gespräch. Doch jetzt will er die zwei Tage Ruhe in den Sommerferien auch genießen, ehe das große WM-Abenteuer wartet.

(Warum Josefa Schepp mit ihrer Bronze-Medaille unzufrieden war, lesen Sie in der Dienstags-Printausgabe der Dülmener Zeitung sowie im E-Paper.)

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