Die Statistik einer ungewöhnlichen Saison in der Fußball-Kreisliga A

Mit neun Toren zur Krone

Dülmen/Kreis Coesfeld. 20 Spieltage waren den Fußballern in der Saison 2019/20 gegönnt, diesmal sogar nur acht, was eine Statistik eher ungewöhnlich macht. Dennoch lohnt ein Blick auf die Zahlen und Fakten der offiziell annullierten Spielzeit, denn noch nie dürften neun Treffer für die Torjägerkrone gereicht haben – geschweige denn ein einziger Zähler zum Klassenerhalt.

Frank Wittenberg

Adler Buldern (hier mit Nils Humberg, r.) feierte am vierten Spieltag einen 7:0-Kantersieg gegen TSG Dülmen II (Amin Chaabo, l.). Foto: mast

Bester Angriff: Der Spitzenreiter hat 28 Buden erzielt, damit liegt Turo Darfeld zunächst an der Spitze vor Fortuna Seppenrade (26). Weil der Verfolger aber ein Spiel weniger ausgetragen hat, darf der Durchschnitt herhalten: Seppenrade 3,71 Tore pro Spiel, Turo „nur“ 3,5. Den besten Schnitt im Vorjahr hatte die SG Coesfeld 06 mit genau 4,0.

Harmloseste Offensive: Auf ganze sechs Tore hat es SW Holtwick gebracht, davon auch noch vier in einem Spiel beim 4:0 gegen Adler Buldern. Weil die Schwarz-Weißen aber nur fünf Partien austragen durften, geben sie die „Rote Laterne“ in dieser Wertung tatsächlich ab – an die Kicker von Vorwärts Lette, die mit neun Toren in acht Spielen (Schnitt 1,12) noch ungefährlicher waren als die Holtwicker (1,2). Kleiner Trost: In der Saison 2019/20 schaffte Brukteria Rorup nur einen Schnitt von 0,85.

Stabilste Deckung: Dieser Titel geht an den Tabellenführer, denn Turo Darfeld weist mit sechs Gegentreffern in acht Spielen einen Schnitt von lediglich 0,75 auf. Auf Platz zwei folgt Fortuna Seppenrade mit elf Gegentreffern in sieben Spielen (1,57 pro Partie), dann kommen schon die Holtwicker mit acht Gegentoren in fünf Spielen (1,6). Beste Deckung 2019/20 hatte GW Hausdülmen mit einem Schnitt von 1,05.

Löchrigste Abwehr: Die meisten Gegentreffer kassierte zwar Vorwärts Lette mit 27 in acht Spielen (Schnitt 3,37), aber in dieser (Negativ-)Wertung liegt der SV Gescher II vorne, denn 24 Gegentore in sieben Partien bedeuten einen Schnitt von 3,42. Zum Vergleich: In der Vorsaison bekam Vorwärts Lette schon mit einem Schnitt von 3,05 den ungeliebten Titel der löchrigsten Defensive verpasst.

Treffsicherheit: Auf Rekordjagd waren die Knipser: Insgesamt 229 Tore sind in den 54 ausgetragenen Spielen gefallen – das sind stolze 4,24 pro Partie und damit noch einmal mehr als in der Vorsaison (3,98) und in der Spielzeit 2018/19 (3,3).

Bester Knipser: Die beiden Top-Torjäger der Vorsaison, Marius Borgert (DJK Coesfeld) und Lucas Jacobs (SG Coesfeld 06), durften diesmal die Abwehrreihen in der Bezirksliga aufmischen. Folglich hat sich der Mann an die Spitze gesetzt, der in der vergangenen Spielzeit mit 14 Toren auf Rang drei lag: Julius Fliß (Turo Darfeld) kam auf neun Buden. Die Krone teilt er sich mit Finn Arns von Fortuna Seppenrade. Auf Rang drei folgen gleich drei Spieler mit sieben Treffern: Florian Feitscher (Turo Darfeld), Mario Worms (Westfalia Osterwick) und Kevin Engbers (Westfalia Osterwick).

(Weitere Fakten und Zahlenspiele in der Donnerstags-Printausgabe der Dülmener Zeitung sowie im E-Paper.)

Startseite