1. www.dzonline.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Lokalsport
  6. >
  7. Luthers Team auf Titel-Tanz

  8. >

Doreen Luther klopf mit Skurios Volleys Borken an die Tür der Volleyball-Bundesliga

Luthers Team auf Titel-Tanz

Borken/Buldern 

Doreen Luther aus Buldern klopft mit Skurios Volleys Borken an die Tür zur Volleyball-Bundesliga. Die 1,87 Meter lange Mittelblockerin ist Stammspielerin bei den Borkernerinnen und fühlt sich im Team von Trainer Chang Cheng Liu pudelwohl.

Von Horst Andresen

Doreen Luther aus Buldern zählt zu den Leistungsträgerinnen in Borken. Die Skurios-Damen wollen den Sprung ins Oberhaus schaffen. Foto: Horst Andresen

In Jugendjahren lernte sie ein wenig Balletttanz bei der DJK Dülmen. Da habe sie das Volleyballspiel noch mit „Ball über die Schnur“ verglichen. Das hat sich seit ihrem 14. Lebensjahr für die gebürtige Dülmenerin mächtig geändert: Doreen („Dorie“) Luther (24) hat die Chance, mit den Skurios Volleys Borken im Frühjahr die Meisterschaft in der Zweiten Bundesliga zu gewinnen.

Ab diesem Samstag, 15. Januar, will der Meister von 2019 einen Sieben-Punkte-Vorsprung vor Titelverteidiger TSV Bayer Leverkusen ins Ziel bringen. Mit graziösen, ja zuweilen tänzerischen Auftritten sorgt Doreen Luther für wichtige Punkte am Netz - und hat sich in diesem Spieljahr neben der erfahrenen Kapitänin Anika Brinkmann (35), die vom USC Münster zurückkam, sowie der Polin Zaneta Baran (32) zu einer spieltragenden Figur entwickelt.

Wertvollste Spielerin

Die 1,87 Meter große, vielseitige Diagonalspielerin gilt mit ihren noch 24 Jahren durchaus schon als Persönlichkeit im Team - und zeigt ihr Selbstbewusstsein: „Ich versuche, das Gelernte auf dem Spielfeld umzusetzen.“ Kürzlich genoss sie es, erstmals als „wertvollste Spielerin“ ausgezeichnet worden zu sein.

Doreen Luther wohnt in Buldern und arbeitet als Pharmazeutisch-Technische Assistentin (PTA) in der Bären-Apotheke in Lüdinghausen. Dort fühlt sie sich wohl, auch wenn ihr Fernziel weiterhin ein Pharmazie-Studium ist. Job und Leistungssport müssen unter einen Hut gebracht werden bei drei- bis viermaligem wöchentlichem Training in Borken, sagt die ehemalige Abiturientin am Annette-Droste-von-Hülshoff-Gymnasium.

Dabei sind die gazellenhaft anmutenden Hoch-Sprünge der Dülmenerin eh schon gewaltig. Beim TV Dülmen kam sie weiland an einem Tag der offenen Tür mit Volleyball in Verbindung. Da war sie neun. Mit 14 bekam sie einen gewaltigen Wachstumsschub als Kind großgewachsener Eltern - mit Mutter Martina, Vater Detlef und dem älteren Bruder Marc - und so richtig Spaß an dem oft spektakulär-komplizierten Spiel.

Markus Mohr weckte Ehrgeiz

TV-Trainer und Talentspäher Markus Mohr weckte ihren Ehrgeiz, der sich herumsprach. 2016 kam nach verlorenen Relegationsspielen in der Oberliga der Ruf vom ASV Senden. „Ein glücklicher Zufall“ (Luther) wollte es, dass sie sich im Team des Drittligisten festspielte. Und daraus nicht mehr wegzudenken war. Zwei Jahre später folgte der Wechsel zum Bundesligisten USC Münster - mit wiederum positiven Eindrücken, freilich ohne Spielpraxis.

„In Münster sind mir die Basics vermittelt worden“, also die Grundlagen in einem Profiklub. „In den ersten vier Wochen der Umstellung gab es für mich nur Training, essen, schlafen.“ Als innerhalb der Saison mit wenigen Einsatzminuten die Erkenntnis kam, den Sprung in die Bundesliga nicht zu schaffen, „wurde mir Borken schmackhaft gemacht“ - statt beim USC auf der Bank zu versauern.

(Das komplette Portrait lesen Sie in der Samstags-Printausgabe der Dülmener Zeitung sowie im E-Paper.)

Startseite
ANZEIGE