Am Sonntag wären die Sportfreunde Merfeld und TSG Dülmen aufeinandergetroffen

Kaffee und Kuchen statt Derby

Merfeld/Dülmen. Am Sonntag hätte das Derby in der Fußball-Bezirksliga 14 zwischen SF Merfeld und TSG Dülmen angestanden. Die DZ hat Trainer und Mannschaftskapitäne beider Mannschaften befragt, was statt des Derbys nun geplant ist.

Jürgen Primus

Mario Espeter (r.), Kapitän der TSG Dülmen, wünscht sich sehnlichst auf den Platz zurück. „Das Training, auch wenn nur eingeschränkt möglich, ist schon Balsam für die Seele, weil man da die Jungs auch mal wiedersieht und quatschen kann.“ Foto: mast

Sonntag, 15 Uhr, Rekener Straße In Merfeld. Bei guten Bedingungen strömen die Menschen zum Stadion der Sportfreunde Merfeld. Derbyzeit. Der Lokalrivale TSG Dülmen gastiert bei den Grün-Gelben. Das wollen die hiesigen Fußball-Fans sehen - und niemand lässt sich das interessante Bezirksliga-Duell entgehen. Doch Corona verhindert das Spiel. Die Saison ist annulliert, die Partie schon lange abgesagt. Und was machen die Spieler und Trainer stattdessen?

Mario Espeter

„Ich hoffe auf gutes Wetter, damit man wenigstens rausgehen und Fahrradfahren kann“, sagt Mario Espeter, Kapitän der TSG Dülmen. Für ihn seien die Spiele gegen Merfeld immer ganz besonders, „weil ich gebürtig aus Merfeld komme und da quasi das Fußballspielen gelernt habe.“ Die Zeit mit der Familie habe er in den letzten Wochen und Monaten genossen. „Aber wir haben alle richtig Bock auf Fußball und freuen uns, wenn es endlich wieder losgeht.“

Jan Philipp Tüns

An diesem Sonntag wäre ja nicht nur das Derby gewesen, berichtet Jan Philipp Tüns, Kapitän der SF Merfeld. „Wir hätten ja zudem auch noch Schützenfest gehabt.“ Aber auch dieses kann bekanntlich nicht stattfinden. „Daher geht es jetzt am Sonntag um 15 Uhr zu meinem jüngeren Bruder, der Geburtstag hat, und da gibt es coronakonform Kaffee und Kuchen.“ Jan Tüns hat an den freien Sonntagen zuletzt auch schon mal Tennis gespielt. „Aber das ist einfach nicht vergleichbar mit den normalen Fußball-Sonntagen.“ Tüns hofft, dass sich die Corona-Zahlen weiter so positiv entwickeln, wie zuletzt. „Dann haben wir alle Hoffnung auf eine normale Vorbereitung und eine ordentliche Saison.“ Ende Juni, Anfang Juli, so die derzeitigen Planungen, wollen die Sportfreunde Merfeld nach Angaben von Tüns das Training wieder aufnehmen.

(Was die beiden Trainer am Sonntag machen, lesen Sie in der Samstags-Printausgabe der Dülmener Zeitung sowie im E-Paper.)

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