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U18-Langstreckenläufer zeigt Sprinterqualitäten

Gold und Silber für Silas Zahlten

Rostock/Dülmen

Silas Zahlten hat im Rostocker Leichtathletikstadion Gold und Silber errungen. Der junge Dülmener wurde über 3000 Meter Deutscher Vizemeister in 8:51,76 Minuten, über 2000 Meter Hindernis holte er sich den Titel in 6:03,57 Minuten.

Von Jürgen Primus

Silas Zahlten präsentiert stolz seine Medaillen in Rostock. Foto: privat

Stolz steht Silas Zahlten am Sonntagabend auf der Tribüne im Rostocker Leichtathletikstadion und hält seine beiden Medaillen in Gold und Silber in die Kamera. Der junge Dülmener kann zurecht stolz sein, denn über 3000 Meter wurde Zahlten Deutscher Vizemeister in 8:51,76 Minuten, und über 2000 Meter Hindernis holte er sich gar den Titel in 6:03,57 Minuten.

Frühes Aufstehen zahlt sich aus

„Da hat sich das Training und frühe Aufstehen in den vergangenen Wochen jetzt ausgezahlt“, freute sich Zahlten im DZ-Gespräch. Um den Körper an die frühe Rennzeit zu gewöhnen, in Rostock wurde bereits um 10 Uhr gelaufen, war der Schüler trotz Ferien jeden Morgen zeitig aufgestanden und hatte die Laufschuhe angezogen. „Und auch in Rostock hatte ich meinen Auftakt um 4 Uhr morgens.“

Beim 3000-Meter-Lauf hatte sich Zahlten ein interessantes Duell mit dem späteren Sieger Jan Dillemuth (TV Assenheim) geliefert. „Jan kenne ich sehr gut und schon sehr lange.“ Beide wussten, dass das Rennen hinten raus entschieden wird. „Vorher hatten sich einige jüngere Läufer im Feld getraut und die Tempoarbeit gemacht.“ Dillemuth hatte seinen Kontrahenten stets im Blick. „Ich habe ihn erst so richtig gesehen, als er vorbeigegangen war.“

100 Meter vor dem Ziel konnte sich Dillemuth absetzen. Besser lief es im Hindernisrennen für Silas Zahlten. Dort hatte Noah Boeck (LG Olympia Dortmund) die ganze Zeit das Rennen bestimmt. Tom Clemens (SC Myhl) war noch vor Zahlten, der aber stets Kontakt zu beiden hielt. „Wir hatten geplant, bei einem langsamen Rennen 600 Meter vor dem Ziel zu attackieren und bei einem schnellen Rennen 300 Meter vor dem Ziel anzugreifen.“

Auf der Schlussrunde geht die Post ab

Auch wenn das Rennen nur semi-schnell gewesen sei, ging auf der Schlussrunde die Post ab. „Am Wassergraben waren wir noch alle gleich auf, am letzten Hindernis habe ich dann etwas mehr riskiert und bin vorbei gegangen.“ Zahlten zeigte enorme Spurtqualitäten und kam am Ende mit mehr als einer Sekunde Vorsprung ins Ziel.

Mit der Familie entschied sich Zahlten spontan für eine Übernachtung in Rostock. Bei einem guten Essen wurde der Titel gefeiert. „Jetzt genieße ich eine gut zweiwöchige Lauf-Pause. Dann bereiten wir uns langsam auf die Hallen- und Cross-Saison vor“, so Zahlten im DZ-Gespräch.

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