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Staffeltag: Kreisvorstand findet keine Mehrheit für Wunsch nach „2G“

Fußballer streiten über Corona-Regeln

Legden/Dülmen

Auf dem Staffeltag in Legden hat der Kreisvorstand den Wunsch an die Vereine herangetragen, nur noch genesene oder geimpfte Zuschauer zu den Spielen zu lassen. Das lehnten die Club-Vertreter aber ab. Begründung: Man wolle den ehrenamtlichen Kassierern Diskussionen ersparen.

Von Johannes Kratz

Staffelleiter Horst Dastig moderierte die Zusammenkunft der Fußball-Vertreter am Mittwochabend in Legden. Foto: Johannes Kratz

Auf dem Staffeltag des FLVW-Kreises Ahaus/Coesfeld diskutierten Vorstand und Vereinsvertreter darüber, wie sich Risiken in der neuen Saison minimieren lassen. Der Kreisvorsitzende nahm am Mittwochabend in Legden auch Zuschauer in die Kritik.

Dem Kreisfußballausschussvorsitzenden Horst Dastig und den Vertretern der Kreisliga-Vereine im Fußballkreis stellte sich jedoch eine zentrale Frage: Wie sollen die Vereine in der Ende August startenden Saison mit dem Thema Corona umgehen? Kreisvorsitzender Willy Westphal blickte in seinem Vortrag nur kurz auf das vergangene Spieljahr zurück. „Wir haben uns im Kreisvorstand lange überlegt, ob wir überhaupt wieder eine Präsenzveranstaltung durchführen können“, begann Westphal. „Und uns dann dafür entschieden.“

Zuschauer-Verhalten kritisiert

Die Spielzeit 20/21 sei erneut durch Corona geprägt worden, die vorzeitige Beendigung aber auch alternativlos gewesen. „Das war jetzt schon die zweite Saison in Folge, die nicht beendet werden konnte. Das hat auch viele enttäuschte Gesichter gegeben.“ Der Vorstand habe in der Corona-Zeit positive und negative Erkenntnisse gewonnen. Positiv sei die Zahl der immer noch vielen Ehrenamtler zu sehen. Als negativ wertete Westphal das Verhalten der Zuschauer auf den Plätzen, die sich nicht an die Regeln gehalten hätten. „Es gibt zwar keinen Hinweis auf einen eindeutigen Infektionsherd auf unseren Plätzen. Die Corona-Regeln haben sich aber nicht so umsetzen lassen, wie wir es uns gewünscht hätten.“ Dafür sei zusätzliches Sicherheitspersonal nötig. „Das geht in der Regionalliga, wir können das nicht leisten.“

Der Fußballkreis Ahaus/Coesfeld will aber vor der neuen Saison alles dafür tun, diesmal die Serie bis zum Ende durchspielen zu können. „Wir müssen die Risiken minimieren.“ Der Vorstand hat daher eine Empfehlung an die Vereine ausgearbeitet. Danach soll auf den Plätzen im Fußballkreis für die Zuschauer einheitlich die Drei-G-Regel „geimpft, genesen, getestet“ gelten. „Wir können als Kreisvorstand aber nur eine Empfehlung herausgeben, das Hausrecht auf ihren Anlagen haben die einzelnen Vereine“, so Westphal weiter.

Die Bundesligisten Borussia Dortmund und der 1. FC Köln gehen aktuell aber noch einen Schritt weiter, bei diesen Clubs gilt ab jetzt Zwei-G, nur Geimpfte und Genesene dürfen auf den Platz. Und diese Regelung, so hat der Kreisvorstand einstimmig kurzfristig am Vorabend beschlossen, könnten doch auch die Vereine im Kreis übernehmen. „Wir müssen wirklich alles dafür tun, die Saison diesmal durchzustehen“, appellierte der Kreisvorsitzende an die Vereinsvertreter.

Keine Mehrheit für "2G"

In der folgenden Diskussion fand der Zwei-G-Vorschlag des Kreisvorstands nicht die nötige Mehrheit. Man könne den ehrenamtlichen Kassierern keine Diskussionen mit verärgerten Besuchern zumuten, war das Hauptgegenargument. Es wird daher im Fußballkreis Ahaus-Coesfeld bei der Empfehlung der Drei-G-Regel bleiben.

Auf die Hallensaison wird die Pandemie erneut deutlichen Einfluss haben, das steht bereits fest. Bei den Frauen wird es auch in der neuen Saison keine Hallenmeisterschaft geben, erklärte Staffelleiterin Brigitte Komsthöft.

Es gibt Fairplay-Pokal

Auch bei den Junioren würden aus Verbandssicht wohl erneut die Hallenserien ausfallen. Ob die Regelung auch für den Männerfußball gelten soll, ist noch nicht entschieden. Abseits von Corona wurden auch weitere Themen besprochen: In der neuen Saison soll es wieder einen Fair-Play-Pokal geben, darauf hat Staffelleiter Manfred Nieland hingewiesen. „Das Preisgeld für die besten Teams hat der Vorstand schon bewilligt.“

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