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Rund um die EM

Notizen von der Fußball-Europameisterschaft

Berlin (dpa)

Von dpa

Gianluca Vialli, Chef der italienischen Delegation, geht vor einem Spiel über den Rasen. Foto: Matt Dunham/Pool AP/dpa

Notizen von der Fußball-Europameisterschaft - gesammelt von der Deutschen Presse-Agentur.

RITUAL: Als Italiens Fußball-Nationalmannschaft zum EM-Finale nach London aufbrechen wollte, fehlte einer im Bus: Delegations-Chef Gianluca Vialli schienen die Azzurri zunächst im EM-Quartier in Florenz vergessen zu haben. Schließlich eilte der 57-Jährige doch noch herbei und stieg verspätet in den Bus ein. Ein lustiger Patzer? Nein, volle Absicht, wie Italiens Medien enthüllten. Vor dem EM-Eröffnungsspiel gegen die Türkei hatte die Mannschaft Vialli tatsächlich zunächst beinahe im EM-Quartier vergessen. Und weil das beim folgenden 3:0 gegen die Türkei so viel Glück brachte, wurde es zum Ritual. Vor jedem EM-Spiel musste Vialli zunächst abwarten, bis der Bus einmal losgefahren war, um dann doch noch herbeizueilen.

CÄSAR: Die englischen Zeitungen stimmen sich vor dem Finale der Fußball-Europameisterschaft gegen Italien mit teils launigen Schlagzeilen ein. Der «Daily Star Sunday» stellte am Sonntagmorgen vor dem Spiel am Abend im Wembley-Stadion (21.00 Uhr/ZDF und Magenta TV) auf seiner Titelseite den englischen Kapitän Harry Kane mit aufgerissenem Mund als römischen Kaiser Cäsar dar. «CAESAR MOMENT», schrieb das Blatt dazu. «Ein stolzes Land schaut zu, Jungs..Zeit, euren Platz in der Geschichte einzunehmen.» Der «Sunday Mirror» bezog sich auf seiner Titelseite ebenfalls auf Top-Stürmer Kane und druckte dazu die große Schlagzeile: «WE KANE BE HEROES» («Wir können Helden sein»).

UNTERSTÜTZUNG: Vor ihrem größten Finale seit 55 Jahren hat die englische Fußball-Nationalmannschaft Post von Premierminister Boris Johnson erhalten. «Ihr habt bereits Geschichte geschrieben. Ihr habt England ins Finale eines großen internationalen Wettbewerbs gebracht», schrieb der Premier. «Für die meisten Menschen in diesem Land ist es das erste Mal, dass das in ihrem gesamten Leben passiert ist.» Die Mannschaft habe die Stimmung in ganz England gehoben, und am Sonntag werde man wissen, dass sie auch die EM-Trophäe in die Höhe recken könnte, gab sich Johnson siegesgewiss. «Wir hoffen oder beten nicht bloß. Wir glauben an dich, Gareth, und an dein unglaubliches Team.»

DOPPEL-FINALE: Die italienischen Zeitungen fiebern dem EM-Finale gegen England entgegen und träumen schon vom Titel. «Macht sie blau. Italien fordert England im Kampf um Europas Thron heraus», titelte die «Gazzetta dello Sport» am Sonntag. «Im Tempel des Fußballs soll der Traum vom Mancini-Land wahr werden», schrieb das Blatt, das auf 39 Seiten auf das Endspiel der Fußball-EM am Sonntag (21.00 Uhr/ZDF und Magenta TV) im Londoner Wembley-Stadion vorausblickt. Andere Blätter kombinierten das EM-Finale auf ihren Titelseiten mit dem Endspiel des Tennis-Turniers in Wimbledon, wo Italiens Matteo Berrettini zuvor Novak Djokovic herausfordert. «Für euch, für uns! Wir wollen euch noch einmal so sehen! Italien im Angriff auf die letzte Herausforderung», schrieb Tuttosport.

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