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Wohnen

Herausforderung im Wohnbau

Wenig Platz zur Verfügung und dennoch stylisch – Kunden wollen jeglichen Komfort in ihren vier Wänden, jedoch wird der immer weniger. Architekten stellt das vor eine gewaltige Herausforderung, denn die minimalistische Art des Wohnens muss bis ins kleinste Detail durchdacht sein.

Bereits seit Jahren warten viele darauf, dass sich die Immobilienpreise erholen. Nur steigen sie weiter und es ist im Wohnbau kein Ende der Preisspirale in Sicht. Gerade in großen Städten wird wohnen zum Luxus und die Wohnung immer kleiner. Wer alleine wohnt, kommt auf wenigen Quadratmetern noch eher zurecht. Wer jedoch die vier Wände mit Partner und Kindern teilt, braucht ein optimal durchdachtes Konzept, wenn der Haussegen gewahrt bleiben soll. Je kleiner, desto weniger Rückzugsmöglichkeiten sind vorhanden.

War es früher gang und gäbe, die vorhandene Bodenfläche auszunutzen, muss man in kleinen Wohnungen an die Wand ausweichen. Was geht, wird aufgehängt. Womit sich viele schwertun, ist auszumisten. Die Kommode der Tante mag vielleicht eine schöne Erinnerung sein, nur wenn sie unpraktisch ist und zu viel Platz einnimmt, gehört sie weg. Genauso wie auch eine Sammelleidenschaft vielleicht besser in einer größeren Wohnung gut aufgehoben ist. Wird die Wohnung zu vollgestopft, entsteht leicht ein erdrückender Zustand.

Küchenplanung

Küchen werden grundsätzlich kleiner, nicht nur in Miniappartements ist dafür wenig Platz. Das ist dem Umstand geschuldet, dass viele entweder auswärts essen oder zu Convenience greifen. Nun kann das allerdings auch einige Vorteile haben. Weil der Platz gering ist, sind die Arbeitswege kurz und mit einem Handgriff hat man Utensilien, die täglich im Gebrauch sind, schnell zur Hand. Alles was selten in Verwendung ist, kommt ganz oben hin und im Idealfall sind die Küchenschränke bis an die Decke montiert. Mit glänzender Oberfläche wirkt auch die kleinste Kombüse großzügig.

Zusätzliche Etage

Beim Schlafen benötigen wir keine hohen Räume. Wer sich in einer Altbauwohnung mit großzügiger Raumhöhe einquartiert, kann also durchaus darüber nachdenken, ob er nicht eine Zwischendecke einziehen will. Die so entstandene Galerie hat Flair und sieht zudem stilvoll aus. Darunter passt wunderbar eine Lese- oder Fernsehecke.

Hängemöbel

Die meisten Einrichtungsgegenstände sind mittlerweile so konzipiert, dass sie problemlos an der Wand montiert werden können. Auf den Trend zu weniger Wohnraum sprang die Möbelindustrie bereits vor geraumer Zeit auf. Angeregt durch die Wohnungsknappheit in Metropolen, entwickelten sie schon lange vor der Bauwirtschaft, Lösungen für Mikrowohnräume. Sehr beliebt ist dabei, seinen Flatscreen mit einer Fernseh Wandhalterung zu montieren und so die Unterhaltungselektronik in die übrige Wandgestaltung zu integrieren. Viele schlanke Lösungen bietet beispielsweise die Firma Vogels. Kombiniert mit einer Holzwand, verschwindet zusätzlich chaotischer Kabelsalat.

Dekoration

Kleine Wohnungen können noch so gut durchdacht sein. Wenn Unordnung Einzug hält, entsteht ein unruhiges Ambiente. Bei der Dekoration gilt also auch der Grundsatz weniger ist mehr. Das dafür gerne in kräftigen Farben und in Form von ausgefallenen Highlights.

Kleine Wohnungen bestimmen unsere Zukunft und deshalb dürfen wir gerne der Planung etwas mehr Zeit widmen. Schließlich sollen wir uns darin genauso wohlfühlen.

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