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Die Stromcloud als nachhaltiges Energiekonzept – für wen ist sie geeignet?

Immer mehr Menschen in Deutschland beschäftigen sich mit dem Klima- und Umweltschutz, was eine gute Sache ist, denn der Klimawandel stellt eine ernstzunehmende Bedrohung dar und wir alle sollten einen Beitrag leisten, um die Herausforderung in den Griff zu bekommen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten und eine davon wäre die sogenannte Stromcloud. Was es mit der Stromcloud auf sich hat und für wen sich das nachhaltige Energiekonzept eignet, ist Gegenstand dieses Artikels.

Foto: Benjamin Jopen on Unsplash

Was ist eigentlich eine Stromcloud?

Der Begriff Stromcloud ist noch recht neu, bezeichnet aber ein einfaches und nachhaltiges Konzept, denn im Grunde ist eine Stromcloud nichts anderes als ein Zusammenschluss von Besitzern privater Solarsysteme beziehungsweise Solaranlagen. Stromclouds werden inzwischen von verschiedenen Anbietern zur Verfügung gestellt und ein Beispiel wäre die myEnergyCloud von EWE. Die virtuelle Stromgemeinschaft ermöglicht es ihren Mitgliedern, überschüssigen Strom der Gemeinschaft bereitzustellen und bei Bedarf günstigen Reststrom aus erneuerbaren Energiequellen zu beziehen. Verbraucher können dabei von Spezialtarifen profitieren, aber ob sich eine Stromcloud lohnt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab und es ist in jedem Fall sinnvoll, sich näher über den jeweiligen Anbieter sowie dessen Konditionen zu informieren.

Wer kann von einer Stromcloud profitieren?

Grundsätzlich eignet sich eine Stromcloud für alle Hausbesitzer, die unabhängig vom regulären Strommarkt sein und auf nachhaltige Energie setzen möchten. Im besten Fall liegt bereits eine eigene Solaranlage vor, denn in diesem Fall muss lediglich der Speicher nachgerüstet werden. Doch auch wenn keine eigene Solaranlage zur Verfügung steht, ist das kein Hindernis, denn Interessenten können eine neue Solaranlage mitsamt Speicher kaufen und anschließend der Community beitreten – eine geforderte Mindestgröße für die Solaranlagen gibt es im Regelfall nicht.

Wie viel kostet die Teilnahme an einer Stromcloud?

Da die Kosten von unterschiedlichen Faktoren abhängen, gibt es hierauf keine pauschale Antwort, aber grundsätzlich lässt sich sagen, dass sowohl der Anbieter als auch die Größe der Solaranlage entscheidend sind. Bei der Stromcloud von EWE wird ein individueller Festpreis für den prognostizierten Bedarf vereinbart und besagter Festpreis beginnt bereits bei 10 Euro pro Monat. Durch eine Teilnahme an der Stromcloud werden die Stromkosten komplett abgedeckt und zumindest im Fall von EWE liegt sogar eine Toleranz bei Abweichung des Verbrauchs vor – Mitglieder werden also von Nachzahlungen verschont und müssen erst nach Ablauf des Jahres mit einer Anpassung des Festpreises rechnen. Stromausfälle oder vergleichbare Probleme sind übrigens ausgeschlossen, da alle Mitglieder der Stromcloud technisch an das Netz angeschlossen werden und somit die gewohnte Sicherheit genießen. Allerdings sollten sich Mitglieder bewusst sein, dass der selbst produzierte Strom gegebenenfalls versteuert werden muss. Um keine Probleme mit dem Finanzamt zu bekommen, ist es daher sinnvoll, sich im Voraus über steuerliche Regelungen im Hinblick auf Stromclouds zu informieren.

Sie fanden diesen Beitrag interessant und überlegen sich sogar, bei einer Stromcloud mitzumachen? Wir finden die Idee super und wenn Sie Interesse an weiteren Artikeln zu Themen aus aller Welt haben, stöbern Sie am besten ein wenig weiter – wir haben schließlich noch einiges mehr auf Lager.

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