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Wohnen

Dank fortschreitender Digitalisierung werden Haushaltsroboter immer nützlicher und besser

Die Nachfrage nach Haushaltsrobotern steigt. Zu verdanken ist diese Entwicklung des Marktes vor allem dem steigenden Nutzen der Haushaltsroboter. Zeiten, in denen der Saugroboter auf eine Wand traf und dann die Folgestunden damit verbrachte, immer wieder gegen dieselbe Stelle der Wand zu stoßen und einfach nicht vorankam, sind mittlerweile vorbei.

Von Dülmener Zeitung

Foto: Pixabay.com © Kapa65

Die Fehler der Geräte wurden weitestgehend beseitigt, sodass sich Verbraucher über wertvolle Hilfe im Haushalt freuen dürfen. Die smarten Haushaltsgeräte als eine Subkategorie der Haushaltsroboter sind ebenfalls eine große Bereicherung. Allerdings sind nicht alle Geräte einwandfrei. Außerdem fehlt eine übergeordnete Erfindung: Ein zentralisierter Roboter für den Haushalt, der alle Arbeiten zuverlässig koordiniert, ist nach wie vor nicht auf dem Markt.

Welche Haushaltsroboter sind überhaupt zufriedenstellend?

Obwohl die Haushaltsroboter zunehmend nützlich werden, sind nicht alle Erfindungen ausgefeilt. Am besten performen die Saug- und Mähroboter. Dies ist insofern nachvollziehbar, als dass sie wenig komplexe Aufgaben zu vollziehen haben.

Der Saugroboter fährt hauptsächlich gerade Flächen ab. Wie ein Vergleich der Saugroboter  zeigt, unterscheidet sich die Saugleistung mit den jeweiligen Modellen. Außerdem verfügen einige der Roboter über eine Wisch-Funktion, mit der der Boden zusätzlich gereinigt wird. In der Zukunftsforschung wird an Modellen gearbeitet, die selbstständig über Treppen von einem Stockwerk ins andere gelangen.

Der Mähroboter fährt im Rahmen seiner Leistungsfähigkeit auch Anhöhen hinauf. Er ist äußerlich entsprechend für den Einsatz draußen gerüstet und robuster als ein Saugroboter. Bei der Entwicklung der Mähroboter wurde an vieles gedacht, jedoch sind bis heute nicht alle Fehler aus den ersten Generationen beseitigt, die insbesondere die Sicherheit der Geräte   betreffen: Einige Modelle sind nach wie vor nicht imstande, lebendige kleinere Hindernisse wie Tiere und Kinderfüße zu erkennen.

Die Arbeit der Haushaltsroboter an sich ist zufriedenstellend, sofern die Abläufe weniger komplex sind. Dort, wo komplexere Arbeiten auf Haushaltsroboter zukommen, treten hingegen Defizite auf. Deswegen sind Geräte wie der Fensterputzroboter nur bedingt haushaltsreif. Einige der Fensterputzroboter halten sich nur über begrenzte Zeit auf dem Fenster, andere haben ihre Schwächen bei der gründlichen Reinigung der Ecken.

Zählen smarte Haushaltsgeräte auch zu Robotern?

Foto: Pixabay.com © geralt

Strittig wird es bei der Bewertung über den Nutzen von Haushaltsrobotern, ob smarte Haushaltsgeräte ebenfalls dazu gezählt werden können. In vielen Berichterstattungen werden smarte Haushaltsgeräte in die Liste der Haushaltsroboter einberechnet. Dies erweitert die Menge an nützlichen Robotern immens.

Per Definition ist ein smartes Haushaltsgerät eines, das die Wohn- und Lebensqualität verbessert, indem es durch seine Funktionen (z. B. Vernetzung mit anderen Geräten, zentralisierte Steuerung, Automatisierung) die Abläufe im Haushalt vereinfacht. Unter den smarten Haushaltsgeräten existiert eine große Menge an nützlichen Helfern. Die bekanntesten Helfer sind:

  • Sprachassistenten
  • intelligenter Kühlschrank
  • intelligenter Geschirrspüler
  • smarter Herd
  • intelligente Heizung

Zusätzlich können selbst die kleinsten Küchengeräte mit Smart Features ausgestattet sein. Ein populäres Beispiel hierfür ist die Kaffeemaschine, die morgens zur Aufstehzeit den Kaffee selbst zubereitet. Wer demnach aus dem Bett aufsteht, kann direkt seinen Morgenkaffee in Empfang nehmen. Der intelligente Kühlschrank geht in seinen Funktionen noch weiter: Er führt automatisch auf Basis eines individuellen Musters oder einer Programmierung Nachbestellungen für Lebensmittel aus. Dadurch bleibt kein Lebensmittel vergessen und es ist immer der gewünschte Nachschub vorhanden. Der intelligente Geschirrspüler zeichnet sich durch die zentralisierte Steuerung aus: Wird er über eine App mit dem Smartphone verbunden, dann kann von unterwegs aus die Geschirrspülmaschine angeschaltet werden, falls es vor Ort vergessen wurde. Die Sprachassistenten sind das Paradebeispiel für smarte Haushaltshelfer. Ob Alexa, Google Home Mini oder ein anderer der Sprachassistenten: Auf Basis ihrer Konnektivität mit Beleuchtung, Fernseher sowie weiteren Geräten kann über Sprachbefehle der Haushalt zum Teil gesteuert werden, ohne vom Sofa aus aufstehen zu müssen. Auch Hausnotrufsysteme können smart sein.

Zukunftsvision: Ein Roboter, der alles macht?

Foto: Foto: Pixabay.com © TheDigitalArtist

Der Haken bei smarten Haushaltsgeräten ist, dass sie keine komplexen praktischen Abläufe durchführen. Sie sind auf die Ausführung einzelner Bestellungen oder auf das An- und Ausschalten anderer Geräte beschränkt. Richtige Haushaltsroboter hingegen weisen weitreichendere Funktionen auf. Saug- und Mähroboter sind hierbei die besten Beispiele: Sie fahren selbstständig umfassende Flächen ab und reagieren über Sensoren auf Hindernisse sowie andere Einflüsse.

Es zeichnet sich also ab, dass Haushaltsroboter, die umfassende praxisorientierte Aufgaben im Haushalt bewerkstelligen, noch ziemlich rar gesät sind; wenn überhaupt, dann trifft dies nur auf die Saug- und Mähroboter zu. Smarte Haushaltsgeräte sind zwar hilfreich und weisen viele nützliche Funktionen auf, sind – vielleicht mit Ausnahme der Sprachassistenten – jedoch meist nur Insellösungen für einzelne Aufgabenbereiche.

Somit steht unterm Strich, dass Haushaltsroboter immer besser werden und der Nutzen bei einigen Geräten mittlerweile unumstritten ist. Folglich bereichern sie den Haushalt. Aber was ist mit einer Vision, wie sie Hollywood in dem Hit „Der 200-Jahre-Mann“ (1999) mit Robin Williams oder dem Action-Kracher „I, Robot“ (2004) mit Will Smith, präsentiert: Ein Roboter, der alles macht und somit den Haushalt nach den Wünschen seines Besitzers steuert? Nun, die Umsetzung dieser Vision muss noch auf sich warten lassen. Samsung setzte ein deutliches Signal, indem es den Roboter Ballie vorstellte  , der als zentrale Anlaufstelle für das Haushaltsmanagement diverse Geräte steuert und dem Besitzer auf Schritt und Tritt folgt. Releast ist das Produkt allerdings noch nicht.

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