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Tiere

Hunden mit Ruhe und Geduld begegnen

Dülmen

„Das hat er noch nie gemacht“, ist wohl einer der bekanntesten und gefürchtetsten Sätze unter Hundehaltern. Wer diesen Satz sagt, musste gerade erleben, dass der Hund nicht tut, was man erwartet hat. Nicht immer muss es sich dabei um Aggression handeln, oft geht es auch nur darum, dass der Hund entgegen seiner sonstigen Gewohnheiten einfach nicht hört. Besonders schlimm ist es, wenn der Hund beim Spaziergang wegläuft und den Rückruf ignoriert. 

Von Dülmener Zeitung

Foto: Photo by Alvan Nee on Unsplash

Mit GPS-Tracker den Ausreißer im Blick

Die meisten Hunde kehren irgendwann an den Ort zurück, an dem sie ihren Besitzer verlassen haben. Sicher ist das aber nicht. Denn folgt der Hund seinem Jagdinstinkt, läuft er seiner Beute hinterher, ohne auch nur einen Gedanken an Herrchen oder Frauchen zu verschwenden. Kommt dann noch etwas Unerwartetes hinzu, kann es durchaus sein, dass er gar nicht zurückkehrt und vielleicht ganz verschwunden bleibt. Dagegen hilft nur ein GPS-Tracker für Hunde  . Das Gerät zeigt dank SIM-Karte mit unbegrenzter Reichweite den aktuellen Standort des entlaufenen Hundes über eine App auf dem Smartphone zuverlässig an und ermöglicht es dem Halter, den Ausreißer zu orten und wieder nach Hause zu holen. Ein solcher GPS-Tracker ist auch für Katzen erhältlich  . Neben dem GPS-Sender verfügt das weltweit kleinste Gerät zusätzlich über ein Trainingsmodul, mit dem Hund und Katze durch ein Signal an den heimischen Futternapf gelockt werden können.

Verhaltensänderungen genau beobachten

Dass Hunde urplötzlich nicht mehr so reagieren, wie man es von ihnen erwartet, ist nicht ungewöhnlich. Junge Hunde kommen in die Pubertät und müssen sich ausprobieren. Alte Hunde verlieren das Interesse an Dingen, die ihnen früher Spaß gemacht haben. Manchmal merken Menschen die Veränderungen auch gar nicht, weil sie nur vorübergehend sind. Manchmal aber steckt eine Krankheit dahinter  . Deshalb sollte man genau hinschauen, wenn der Hund plötzlich nicht mehr hört. Frisst er mit Appetit? Bewegt er sich normal? Kratzt er sich häufig oder leckt immer wieder eine bestimmte Stelle? Wie sieht sein Fell aus? Hunde leiden stumm. Deshalb muss man auf Anzeichen achten, die auf Schmerzen oder eine Krankheit hindeuten können. Dann ist ein Besuch beim Tierarzt fällig.

Immer die Ruhe bewahren

Sind Schmerzen, Krankheiten und Alter als Gründe ausgeschlossen, können auch ungewöhnliche Ereignisse das Verhalten eines Hundes verändern. Hat er sich beispielsweise bei einem Spaziergang verletzt oder erschreckt, kann es durchaus sein, dass er wegläuft und auf Rückrufe nicht reagiert. Dann gilt es die Ruhe zu bewahren . Das ist ohnehin der oberste Grundsatz im Umgang mit Hunden: Ruhe bewahren und Geduld üben. Hunde spüren unsere Stimmungen sehr genau. Sie hören an der Lautstärke unserer Stimme, ob wir es gerade gut mit ihnen meinen, oder ob sie lieber das Weite suchen sollten. Wenn Menschen mit minimalem Aufwand ihre Hunde zum Funktionieren bringen wollen, sind Missverständnisse vorprogrammiert. Wenn sie ihre Hunde mit Befehlen bombardieren, die zu jeweiligen Zeitpunkt völlig unsinnig sind, muss man sich nicht wundern, wenn der Hund sie nicht befolgt. Denn letztlich ist ein Hund immer noch ein Hund und das sollte er wenigstens hin und wieder auch bleiben dürfen.

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