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Der Neufundländer: Gutmütiger Riese mit Eins-A-Charakter

Das Heimatland des Neufundländers ist Kanada. Der großen Insel Neufundland verdankt der gutmütige Riese auch seinen Namen. Der Neufundländer ist eine sehr alte Hunderasse. Deshalb kann über seine Vorfahren nur spekuliert werden. Es wird vermutet, dass er eine Kreuzung zwischen europäischen Mischlingshunden und den Hunden der kanadischen Ureinwohner, den Micmac- und Beothuk-Indianern, ist. In seiner alten Heimat half er den beheimateten Fischer und Seefahrern bei der täglichen Arbeit, was auch seine Liebe zum Wasser erklären lässt.

Von Dülmener Zeitung

Foto: Bild von inside4 auf Pixabay

Ganz sicher ist man sich, dass die Rasse  im 19. Jahrhundert den Weg nach Europa fand. Dort war man fasziniert von dem gutmütigen Riesen, dem Wind und Wetter nichts anzuhaben schien. Durch seine Charaktereigenschaften, wie beispielsweise seinem Rettungs- und Schutztrieb, schuf er sich schnell ein gutes Image. Noch heute wird der wuschelige Riese als Wasser-Rettungshund eingesetzt und macht nicht nur dort seinem Namen alle Ehre.

Welche charakteristischen Eigenschaften besitzt der Neufundländer?

Der Neufundländer ist ein sanftmütiger Riese, der seines Gleichen sucht. Sein freundliches und entspanntes Wesen macht ihn zu einem perfekten Familienhund. Der Neufi, wie er liebevoll von seinen Anhängern genannt wird, fühlt sich stark zu seiner Familie hingezogen und er liebt Kinder. Auch andere tierischen Familienmitglieder sind für den freundlichen Familienhund kein Problem. Sogar eigenwillige Katzen bringen ihn nicht aus der Ruhe.

Jedoch kann er bei all seiner Gutmütigkeit ausgezeichnet zwischen Gut und Böse unterscheiden. Sollte seinem Rudel, das Sie für ihn sind, Gefahr drohen, beschützt er Sie bis aufs äußerste. Trotz seines Umfangs und seiner gemächlichen Art kann er in einer bedrohlichen Situation pfeilschnell reagieren. So wurde schon mehrfach beobachtet, wie Hunde dieser treuen Rasse ihren Besitzer vor dem Ertrinken retteten und dabei sogar das eigene Leben riskierten.

Betrachten wir diesen großen Hund, der nahezu die Statur und das Aussehen eines Bären besitzt, dann ist es schwer zu glauben wie verspielt er ist. Und dies nicht nur als Welpe. Der Neufundländer ist eine anhängliche und treue Seele und möchte seinen Besitzer auf Schritt und Tritt begleiten. Manchmal kann er auch überaus dickköpfig sein. Besonders wenn der gelassene Riese sein Lieblingselement Wasser sieht, können schon mal die Pferde mit ihm durchgehen und es gibt kein Halten mehr. Jedoch ist dies eine Eigenschaft des Neufundländers, die mit einer optimalen Erziehung und etwas liebevoller Konsequenz schnell in den Griff zu bekommen ist.

Neufundländer – Pflege und Gesundheit

Im Großen und Ganzen ist der Neufundländer nicht besonders krankheitsanfällig. Jedoch kann es aufgrund der enormen Größe dieser Rasse bei einigen Tieren zu einer Hüftgelenksdysplasie  kommen, die in einer sehr schmerzhaften Arthrose endet. Aus diesem Grund ist es für Hundebesitzer besonders wichtig, bereits im Welpenalter darauf zu achten, dass der kleine Neufi keine Treppen steigt. Auch zu viel Bewegung in diesem Abschnitt des Lebens wirkt sich eher negativ auf die Gesundheit des jungen Vierbeiners aus.

Natürlich: Ein so dichtes und wuscheliges Fell braucht sehr viel Aufmerksamkeit.Zukünftige Besitzer sollten sich bewusst sein, dass die Pflege eines Neufundländers sehr aufwendig ist. Damit die Behaarung, die aus dem wasserundurchlässigen Stockhaar und dem wunderschönen langen Deckhaar besteht, nicht verfilzt und sich verknotet, sollte der Neufundländer täglich gebürstet werden. Außerdem sind nach jedem Ausflug in die Natur hängen gebliebene Blätter und Äste aus dem Fell des Neufis zu entfernen. Frauchen und Herrchen können dies mit einer kleinen Massage verbinden. Der Neufundländer liebt Streicheleinheiten über alles und Sie können gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Was sollten Hundebesitzer bei der Haltung des Neufundländers beachten?

Menschen, die sich für diese Rasse interessieren, dürfen auf keinen Fall pingelig sein. Ein Zuhause, das klinisch rein ist, gehört dann nämlich der Vergangenheit an. Bei den Fellmassen, die der Naturbursche sein Eigen nennt, liegt dieser Faktor klar auf der Hand. Trotz seiner gemütlichen Art braucht der Neufundländer viel Auslauf. Er liebt es zu schwimmen und sich in der freien Natur auszutoben. Für Hundeliebhaber, die aktiv durch Leben gehen und ein vierbeiniges Familienmitglied suchen, das nur darauf wartet, all dies mit seiner neuen Familie zu teilen, ist diese Rasse perfekt. Denn was die treue Seele neben dem Element Wasser am meisten braucht, ist der Bezug zum Menschen. Als Stadthund ist der agile Hüne eher weniger geeignet.

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