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Reise

Sommerurlaub mit der Familie: Langsam wird es knapp mit Buchungen

In einigen Bundesländern beginnen die Sommerferien am 20. Juni – also schon in wenigen Tagen. Nicht jede Familie hat den Sommerurlaub gebucht, obwohl die Uhr langsam immer schneller tickt. Ist es mit den großen Ferien am Strand für 2019 gelaufen? Nein, wer die Augen offenhält, kann immer noch eine Destination buchen. Allerdings sollte sich darauf eingestellt werden, dass es die Preise durchaus in sich haben

Foto: Robert Kneschke / Fotolia

Die Ferien sind bekanntlich die Hauptreisezeit in Deutschland. Aber: Familien, die sich nicht abschrecken lassen, können immer noch Schnäppchen machen. Last-Minute-Angebote sind immer noch zu haben. Es gibt jedoch einige Punkte, auf die Familien achten müssen. Ein Punkt sind die Reiseimpfungen. Auf der anderen Seite geht es hier aber auch um die Finanzen. Doch wie lässt sich am Ende alles unter einen Hut bringen?

Last-Minute-Angebote durchstöbern

Bisher noch keinen Urlaub gebucht – es wird eng. Gerade in den Sommermonaten sind die klassischen Urlaubsdestinationen eigentlich schon auf Monate im Voraus ausgebucht. Besonders trifft dies auf Ziele innerhalb Deutschlands zu. Laut DRV Analyse für den Reisemarkt sind es in den Sommermonaten vor allem die Küstenbundesländer, also:

  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Schleswig-Holstein
  • Niedersachsen

in denen – gerade in Strandnähe – kaum noch freie Quartiere zu finden sind. Aber auch für andere Reiseziele, wie:

  • französische Mittelmeerküste
  • Spanien
  • Rotes Meer

werden in der Hauptreisezeit die Plätze zunehmend knapp. Haben Familien, die bisher noch unentschieden waren, keine Chance mehr auf Ferien?

Eine Möglichkeit, die fast immer Potenzial für Verreisen und Schnäppchen bietet, sind Last-Minute-Buchungen. Hintergrund: Reiseveranstalter/Hotels versuchen, Kapazitäten auszulasten. Deutet sich an, dass dieses Ziel nicht erreicht wird, gibt es Rabatte. Last Minute ist für Sparfüchse deshalb fast immer interessant.

Last Minute - Herausforderung als Familie

Für Singles oder Paare ist Last Minute eine beliebte Gelegenheit, um einfach ein Wochenende oder eine Woche am Mittelmeer auszuspannen. Wer als Familie sparen und verreisen will, steht vor einer besonderen Herausforderung. Von was ist hier die Rede? Eine Familie muss Schnäppchenreisen finden, die nicht nur Platz für Zwei hat. Die Kinder müssen genauso mit „an Bord“. Sprich: Es braucht eine Last-Minute-Reise, die für vier bis fünf Personen passt.

Nicht jedes Last-Minute-Angebot kann diesen Anspruch erfüllen. Hinzu kommt ein weiteres Problem. Gerade, wenn es um einen Familienurlaub geht, werden:

  • Impfungen
  • Gesundheitschecks

aktuell. Gerade kleine Kinder im Kita-Alter besitzen mitunter noch nicht den vollen Impfschutz. Und es finden noch regelmäßig U-Untersuchungen statt. Bedeutet: Junge Familien sind terminlich nicht immer so ungebunden, wie es im ersten Moment den Anschein hat. Angesichts der vielen Last-Minute-Reisen dürfte es aber sicher auch wenige Wochen vor dem geplanten Reiseantritt möglich sein, passende Angebote zu finden.

Wir brauchen dringend Urlaub: Wie die Ferien bezahlen?

Verreisen mit der Familie heißt, Zeit gemeinsam zu verbringen. Die Ferien sind einerseits die perfekte Gelegenheit, um endlich mal ausspannen zu können. Gerade, wenn die letzten sechs Monate im Büro sehr stressig waren, sind Ferien genau richtig. Aber auch, wenn der Hausbau oder die Renovierung der Wohnung manchmal den Haussegen haben schief hängen lassen, ist der Urlaub perfekt. Der Abstand zum Alltag und die gemeinsame Zeit können die Wogen glätten.

Das Problem: Wie wird der Urlaub finanziert? Auch wenn es per Last-Minute-Angebot auf die Reise geht, kommt für eine komplette Familie schnell eine vierstellige Summe zusammen. Letztlich ist nicht nur der eigentliche Reisepreis zu stemmen. Auch die Reisekasse braucht ein bisschen „Speck“ auf die Hüften. Für die Finanzierung gibt es verschiedene Möglichkeiten.

  • Kreditfinanzierung: Für Haushalte der Klassiker, wenn es um größere Ausgaben geht. Um die Ferien zu finanzieren, braucht es auf jeden Fall einen Kredit ohne Zweckbindung. Bei den Konditionen ist darauf zu achten, dass die Rückzahlung innerhalb von sechs bis 12 Monaten gestemmt werden kann. Vor der Auswahl eines Anbieters ist es sinnvoll, sich erst einen Überblick über die Erfahrungen anderer Verbraucher zu einer bestimmten Bank zu verschaffen. So lässt sich in der Gesamtheit schon ein erster Eindruck über den Service und die Konditionen gewinnen. Achtung: Beim Buchen der Reise unbedingt über die Rücktrittsversicherung nachdenken, um am Ende nicht doppelt zahlen zu müssen.
  • Familienunterstützung: Jungen Familien sitzt das Geld alles andere als locker. Hier greifen Eltern/Großeltern oft ohne großes Nachdenken unter die Arme. Generell sollte hier aber so verfahren werden, dass Konditionen und Tilgung schriftlich festgehalten werden.

Tipp: Der Griff zum Dispo ist für die Reisebuchung verlockend – allerdings durch den Zins teuer. Familien können auf Rahmenkredite zurückgreifen. Hierbei wird eine Kreditlinie eingeräumt, die Haushalte immer wieder nutzen können.

Wie sieht ein toller Familienurlaub aus?

Eine Tour durch den Grand Canyon oder ein Besuch im Louvre – für Paare oder Singles interessant, aber kein richtiger Familienurlaub. Speziell bis zur Pubertät sind perfekte Ferien von Spaß und Action für den Nachwuchs dominiert. Auf der anderen Seite wollen Eltern natürlich auch die Seele ein wenig baumeln lassen.

Eine Möglichkeit: Klubferien mit ganztägiger Kinderbetreuung. Der Nachwuchs erlebt etwas und die Eltern machen es sich am Pool oder Strand bequem. Familienferien können aber auch anders ablaufen. Viele Regionen – wie an der Ostsee oder in den bayerischen Alpen – sind auf Familien eingestellt. Heißt: Für Kinder gibt es unzählige Freizeitangebote – von der Sommerrodelbahn übers Reiten auf dem Bauernhof bis zum Erlebnispark. Wie der perfekte Urlaub aussieht, ist am Ende von sehr individuellen Ansprüchen abhängig.

Fazit: Familienurlaub lässt immer noch buchen

In Deutschland verzeichnet das Statistische Bundesamt circa 11 Millionen Schülerinnen/Schüler. Dahinter stehen immer auch Familien, die sich um den Familienurlaub Gedanken machen. Wer bisher noch nicht das richtige Reiseziel gefunden hat, schaut in die „Röhre“. Ganz so dramatisch ist die Situation. Allerdings sollten sich Familien langsam Gedanken machen. Die Auswahl schrumpft für den Sommerurlaub allmählich zusammen. Eine mögliche Option können Last-Minute-Angebote sein. Damit das kurzfristige Verreisen klappt, sollte eines klar sein: Je weniger noch an Vorbereitungen, wie den Gesundheits-Check-Up zu denken ist, umso eher kann losgehen.

Bild: Robert Kneschke / Fotolia

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