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Italiens Schätze

Neues Museum am Vesuv eröffnet

Rom (dpa)

Der Vesuv ist nicht nur als Naturmonument berühmt, auch viele archäologische Schätze befinden sich hier. Einige von ihnen können Besucher nun in einem neuen Museum bestaunen.

Von dpa

Der schneebedeckte Gipfel des Vulkans wird von antiken Ruinen eingerahmt: Der Nationalpark am Vesuv hat ein neues Museum bekommen. Foto: Cesare Abbate/ANSA/AP/dpa

Der Vesuv gehört zu den bekanntesten Vulkanen der Welt - nun hat der Nationalpark am Feuerberg bei Neapel ein neues Museum bekommen. Es solle eine «Neubelebung» des Tourismus bringen, erklärte der Präsident der Region Kampanien, Vincenzo De Luca, bei der Eröffnung.

«Innerhalb von zehn Kilometern haben wir die höchste Konzentration an archäologischen Schätzen der Welt. Wenn alles, was wir hier haben, in Frankreich oder Deutschland wäre, hätten sie zwischen Pompeji, Herculaneum, Boscoreale, Torre del Greco und Portici etwas Unvorstellbares gebaut.» Dagegen hinkt die Region hinterher. «Wir haben weltweit einzigartige Schätze, aber wir waren bisher nicht in der Lage, das vollständig auszuschöpfen.»

Nun sollen am Fuße des Vesuvs, der vor Tausenden Jahren Pompeji verschüttet hatte, neue Attraktionen entstehen: Etwas eine Seilbahn auf den Berg, ein Blumenpark oder Radwege.

Doch wann das soweit ist, steht in den Sternen. Die Gegend hat mit anderen Problemen zu kämpfen. Müll und Mafia zum Beispiel. 2017 war ein großes Feuer am Vesuv ausgebrochen. Anwohner klagen seit langem über illegalen Abfall, der dort seit Jahren abgelegt werde und auch mal brennt. «Der Vesuv ist in den letzten Jahren eine riesengroße Müllkippe geworden», hatte der Autor Roberto Saviano gesagt, der sich mit dem Mafia-Buch «Gomorrha» über die Machenschaften der Camorra einen Ruf gemacht hat.

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