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Die Pilotenuhr verkörpert den Traum vom Fliegen

Die Fliegeruhr ist ein Lifestyleprodukt, das den Traum vom Fliegen symbolisiert. Damit ist die Uhr Statement und Statussymbol zugleich. Noch im selben Jahr, als sich die Brüder Wright in den Himmel hoben, brachte die Uhrenmanufaktur Breitling mit der Montbrillant die erste Pilotenuhr der Welt hervor.

Foto: Photo by Bence Balla-Schottner on Unsplash

Tatsächlich sind Fliegeruhren untrennbar mit dem Pionierzeitalter der Luftfahrt verbunden. Ihre Funktionalität ist auf die Bedürfnisse der Piloten zugeschnitten und auch das Drumherum komplettiert das Bild eines Helden der Luftfahrt. Fliegeruhren sind immer robust, auf höchste Exaktheit bei der Zeitmessung und auf eine auch bei Dunkelheit leichte Ablesbarkeit angelegt. Bereits diese Aspekte machen die Pilotenuhren auch für Nichtpiloten attraktiv.

Spezielle Funktionalität

Eine typische Zusatzfunktionalität einer Pilotenuhr ist der Chronograph und damit das, was umgangssprachlich als Stoppuhr bezeichnet wird. Mit dem Zeitmesser kann der Pilot genaue Zeiten taxieren. Die Stoppfunktion wird unter anderem für den Blindzeitflug benötigt und gibt dem Piloten bei einem Gewitter wichtige Anhaltspunkte zur Weite des Blitzes, sodass er besser in die Lage versetzt wird, den gefürchteten Turbulenzen auszuweichen. Für die Navigation über den Wolken dienen ein Kompass, ein Sextant zur Bestimmung des Breitengrades und ein Stundenwinkel zur Positionsbestimmung.

Komplexe und hochwertige Fliegeruhren wie die Rolex Pepsi bei Chrono24 bieten sogar ein 24-Stunden-Panorama auf dem Zifferblatt, eine drehbare Lünette, die zur Messung von Zwischenzeiten herangezogen werden kann, und einen zusätzlichen Stundenzeiger für andere Zeitzonen. Die Pepsifarben sind bei diesem Modell gut gewählt, denn der rote Bereich ist für die Tagesstunden und der blaue Bereich für die Nachtstunden gedacht.

Markante Erkennungszeichen

Darüber hinaus gibt es bestimmte Merkmale, die den Zeitmesser für Experten zielsicher als Fliegeruhr identifizieren. Die großen geriffelten Kronen gehen zum Beispiel auf die Pionierzeit der Piloten zurück, die ihre Hände noch vor eisiger Zugluft schützen und ihre Fliegeruhr mit Handschuhen bedienen mussten. Auch das Gehäuse sowie die Zeiger und Indices mussten entsprechend üppig sein, um auch unter schwierigen Umständen erkennbar zu sein. Darüber hinaus diente Leuchtmasse dazu, dass der Pilot seinen Zeitmesser auch in der Nacht nutzen konnte.

Ein weiteres Erkennungszeichen einer Fliegeruhr ist der hervorgehobene Nullindex. Seine Dreiecksform geht auf militärische Vorgaben. Sie erleichtert dem Piloten unter schwierigen Sichtverhältnissen die Orientierung. Die satinierte Oberfläche und das meist schwarze Ziffernblatt beugen Reflexionen vor, was auch auf der Erde an heißen Tagen erfreuen kann. Schließlich gehört für viele Pilotenuhren zur speziellen Robustheit auch eine vorzügliche Wasserdichte. Dieses Kriterium ist wiederum den Anfangszeiten der Flugkunst geschuldet, denn bei Regenwetter waren die ersten Luftakrobaten der Feuchtigkeit schutzlos ausgeliefert.

Die äußere Form

Fliegeruhren haben traditionell ein robustes, schmuckloses und maskulines Erscheinungsbild. Dabei verzichten hochwertige Fliegeruhren natürlich nicht auf Ornamente, halten diese aber dezent. Die Exemplare wirken eher mit einem edlen und klassischen Erscheinungsbild. Ihre Optik ist auf das Wesentliche ausgerichtet, um dem Piloten die Anwendung und Bedienung seiner Uhr so leicht wie möglich zu machen. Selbst das Firmenlogo rückt bescheiden in den Hintergrund oder fehlt ganz. Außerdem liegt die Krone bei vielen Modellen unten, was dazu dient, dass der Pilot seine Fliegeruhr bereits in der Halterung aufziehen kann.

Das Armband weist oft eine gewisse Überlänge auf und ist vorzugsweise aus Materialien wie Rindsleder entwickelt worden, die an historische Vorbilder erinnern. Historisch ist auch der Verschluss aus Metallnieten, der nicht nur eindrucksvoll aussieht, sondern auch den perfekten Halt ermöglicht, denn wenn eine Fliegeruhr über den Wolken eines nicht soll, dann ist dies am Handgelenk zu rutschen.

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