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Gedankenspirale

Was gegen Entscheidungsmüdigkeit im Job hilft

Hamburg (dpa/tmn)

Je länger man über ein Problem oder eine Fragestellung nachdenkt, desto schwieriger wird es manchmal zu einer Entscheidung kommen. Im Job ist das nicht immer hilfreich. Wie lässt sich das abstellen?

Von dpa

Ewige Grübler: Manchen Menschen fällt es schwer, im Beruf schnell zu Entscheidungen zu kommen. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

Einigen Menschen fällt es enorm schwer, Entscheidungen zu treffen. Immer wieder wägen sie alle Vor- und Nachteile ab und grübeln über mögliche Folgen nach. Im Job kostet das Zeit und Energie. Lassen sich Entscheidungen beschleunigen?

Führungskräfte-Trainerin Melody Wilding rät in einem Beitrag für den «Harvard Business Manager», den eigenen Perfektionismus abzulegen und sich von dem Gedanken zu verabschieden, mit einer Entscheidung immer alle glücklich machen zu können.

Blick in die Zukunft kann helfen

Der sogenannte «10/10/10-Test» kann der Expertin zufolge dabei helfen, die Folgen einer Entscheidung rationaler einzuschätzen. Für den Test überlegt man sich, wie man sich in 10 Wochen, 10 Monaten oder 10 Jahren nach einer Entscheidung fühlen wird. So verhindert man, den Dingen eine übergroße Bedeutung beizumessen.

Von bestimmten Entscheidungen können sich Berufstätige ganz befreien. Wilding schlägt vor, standardisierte Vorgehensweisen für Problemstellungen einzuführen oder Beschlüsse zu delegieren.

In manchen Fällen ist es zudem angebracht, sich auf die eigene Intuition zu verlassen. Dieser automatische Prozess im Gehirn sei häufig schneller und zufriedenstellender als rationales Überdenken.

Die Trainerin empfiehlt nicht zuletzt, sich künstliche Grenzen für die Entscheidungsfindung zu setzen. Dafür legen Berufstätige ein Datum oder eine Uhrzeit fest, zu der sie die Entscheidung fällen müssen. Wer eine andere Person bittet, den Beschluss zum festgelegten Zeitpunkt einzufordern, sorgt für zusätzlichen Zugzwang.

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