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Betrug an der Haustür

Verbraucherzentralen warnen vor falschen Impfangeboten

Berlin (dpa)

Haustürgeschäfte gelten gemeinhin nicht als seriös. Dennoch gibt es immer wieder Gutgläubige, die Opfer von Betrugsmaschen werden. Derzeit machen sich Kriminelle die Coronakrise zunutze.

Von dpa

Derzeit machen Betrüger mit falschen Impfangeboten von sich reden. Verbraucherschützer warnen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Die Verbraucherzentralen warnen vor Betrug mit falschen Corona-Wunderheilmitteln und Impfangeboten. «Zur bitteren Erfahrung gehört, dass es immer schwarze Schafe gibt, die mit und an der Krise verdienen wollen», sagte der Chef des Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

«Manche Menschen klingeln gerade in den sozialen Brennpunkten an Haustüren, um vermeintliche Impfungen zu verkaufen. Am Ende ist das Geld weg, eine Impfung gibt es nicht.»

Um solchen Machenschaften einen Riegel vorzuschieben, fordert Müller ein Verbot von Haustürgeschäften. «Unerwünschte Haustürgeschäfte gehören verboten», sagte er. Nach einer Umfrage des Bundesverbandes würden 98 Prozent der Verbraucher unangekündigte Haustürgeschäfte ohnehin als nicht geeignet für einen Vertragsabschluss ansehen. «Wer unangefordert bei mir klingelt, stört meine Privatsphäre. Das geht nicht», sagte Müller.

Vor allem Seniorinnen und Senioren seien häufig von der Masche betroffen. «Die Zielgruppe der Abzocker sind oft ältere Menschen, die zu höflich sind, um die Tür zuzuknallen - was in solchen Fällen der beste Rat wäre», sagte der vzbv-Vorstand.

Müller forderte zudem Haftungsregeln für Online-Marktplätze und schärfere Regeln bei telefonischen Vertragsabschlüssen. Hier hatte der Bundestag kürzlich härtere Maßnahmen beschlossen und den Abschluss von Telefon- und Energieverträgen per Telefon erschwert. Nun würden Verbraucher aber verstärkt Angebote zu Finanzprodukten erhalten, berichtete Müller. Auch hier müsse die Politik klare Kante zeigen.

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