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Trinkwasserfilter: Bloße Verkaufsmasche oder sinnvolles Hilfsmittel?

Wasser ist einer der wichtigsten Grundbausteine des Lebens auf dieser Welt. Ohne Wasser könnte das Leben auf der Erde nicht existieren, da sowohl Pflanzen als auch Tiere und Menschen selbst zu einem großen Teil aus ihm bestehen. Zudem stellt das Element den einzigen Lebensraum für Wasserlebewesen dar und versorgt Pflanzen und Landlebewesen mit lebensnotwendiger Flüssigkeit.

Foto: Karolina Grabowska/ Pixabay

Ein gesunder Mensch sollte daher täglich 1,5 bis 2 Liter Wasser zu sich nehmen. Nur auf diese Weise ist es möglich den gesamten Stoffwechsel und die Herz-Kreislauf-Funktion aufrechtzuerhalten. Doch heutzutage gibt es nicht nur eine Form des Trinkwassers. Hersteller verkaufen unter anderem Heilwasser, ionisiertes Wasser und eine Vielzahl an speziellen Trinkwasserfiltern, die besonders gesund für den menschlichen Organismus sein sollen. Doch was steckt eigentlich hinter diesen Versprechen?

Was ist Trinkwasser eigentlich?

Trinkwasser ist ein natürliches Produkt, das zum Großteil in reiner Form aus Quellen und Grundwasser gewonnen wird. Neben diesen Ursprüngen kommt ein kleiner Anteil aus Seen, Talsperren oder Flusswasser sowie gefiltertem Oberflächenwasser. Dieses ist sowohl in Flaschen abgefüllt als auch in Form von Leitungswasser erhältlich.

In Deutschland unterliegt das Leitungswasser strengen Qualitätskontrollen, die die Trinkbarkeit und Unbedenklichkeit des Wassers sicherstellen. Deshalb eignet es sich auch optimal als täglicher Durstlöscher. Entgegen vieler Werbeaussagen, ist der menschliche Organismus nicht auf eine bestimmte Zusammensetzung von Mineralien im Wasser angewiesen, da er diese aus der festen Nahrung aufnehmen kann. Somit sind Produkte wie Heilwasser nicht notwendig und das Wasser kann aus jeder haushaltsüblichen Trinkwasserleitung getrunken werden.

Sind Trinkwasserfilter notwendig?

Da das Trinkwasser in Deutschland streng kontrolliert wird und zudem mineralhaltig und natürlich aufbereitet ist, muss es nicht zwangsläufig gefiltert werden. Es ist ohne Bedenken direkt aus der Leitung trinkbar. Dabei sollten Verbraucher jedoch darauf achten, dass sie möglichst frisches Wasser zu sich nehmen.

Dafür sollten sie den Wasserhahn ein paar Sekunden laufen lassen, bis das Wasser etwas kälter wird. Auf diese Weise wird das abgestandene Wasser, das sich über längere Zeit in den Rohren befand, vorher herausgespült. So kann sichergestellt werden, dass sich keine Keime oder Stoffe aus den Rohren und Armaturen mehr im Wasser befinden.

Da das Trinkwasser an verschiedenen Orten aus unterschiedlichen Quellen kommt, hat es oftmals eine andere Zusammensetzung an Mineralien. Aus diesem Grund kann das Wasser überall anders schmecken. An Orten, an denen das Wasser beispielsweise sehr kalkhaltig ist, kann es einen metallähnlichen Geschmack aufweisen. Auch in alten Gebäuden kann das Wasser durch alte Rohre unangenehm schmecken.

Dieses Wasser stellt ebenfalls keine Gefährdung für die Gesundheit dar, jedoch können eingebaute Hauswasserfilter laut der Expertenmeinung von sternefood.de grobe Partikel wie beispielsweise Sand- oder Rostteilchen aus dem Wasser herausfiltern. Auch Kalk kann bereits durch einfachere Filter wie Wasserfilterkartuschen hervorragend aus dem Wasser entfernt werden. Dadurch verschwindet der metallische Geschmack und das Leitungswasser wird genießbar aufbereitet. Gleichzeitig schützen die Wasserfilter Haushaltsgeräte wie Kaffeemaschinen, Waschmaschinen oder Wasserkocher vor einer zu schnellen Verkalkung.

Gefiltertes Trinkwasser bietet demnach keine besonderen gesundheitlichen Vorteile. Jedoch können Trinkwasserfilter für einen besseren Geschmack des Leitungswassers sorgen und teure Haushaltsgeräte schonen. Somit bieten Trinkwasserfilter vor allem einen guten Nutzen für Personen, die in Gegenden mit sehr kalkhaltigem Wasser oder in alten Gebäuden wohnen.

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