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Gesundheit

Prostatakrebsvorsorge-Tipps

Prostatakrebs tritt vermehrt bei Männern ab 50 bis 60 auf. Doch auch Herren in jüngerem Alter können betroffen sein. Es ist hierzulande die häufigste Krebserkrankung beim Mann. Um die Risiken zu verhindern oder zumindest einzudämmen, spielen die Vermeidung möglicher Ursachen und die Prostatakrebsvorsorge eine wichtige Rolle.

Von Dülmener Zeitung

Foto: https://unsplash.com/photos/usfIE5Yc7PY

PSA-Wert bestimmen

Die Prostatakrebsvorsorge sollte ab dem 45. Lebensjahr bei jedem Mann zur jährlichen Routine gehören, denn die Entwicklung des Prostatakarzinoms verläuft meist über einen längeren Zeitraum unauffällig ohne körperliche Beschwerden. Typische Symptome treten erst spät auf. Daher helfen regelmäßige Untersuchungen dabei, die Erkrankung schon im Anfangsstadium zu entdecken. Prostatakrebs kann mit einer einfachen Untersuchung frühzeitig erkannt und behandelt werden. Gut geeignet ist die Ermittlung des PSA-Werts, der sich anhand einer Blutuntersuchung messen lässt. Er gibt Aufschluss über eine eventuelle Vergrößerung der Prostata oder Infektionen. Ein erhöhter Wert kann zudem auf Krebs hindeuten. Eine anschließende Gewebeprobe verschafft Klarheit. Auch eine Ultraschalluntersuchung kann bei einem bestehenden Verdacht auf Krebs Veränderungen sichtbar machen. Hilfreich ist ein  Ratgeber, um PSA Wert zu senken  .

Anamnese und körperliche Untersuchung

Die Vorsorgeuntersuchung beinhaltet die Anamnese. Hierbei handelt es sich um ein Gespräch des Mediziners mit dem Patienten zur Feststellung von vorliegenden Beschwerden und Risikofaktoren. Danach folgen eine körperliche Untersuchung, bei der der Arzt eine digitale-rektale Untersuchung durchführt. Er tastet die Prostata durch die Darmwand und prüft, ob Verhärtungen oder Vorwölbungen vorhanden sind. Leider ist Krebs, wenn er tastbar ist, häufig schon weiter fortgeschritten. Je früher ein Tumor erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Treten erstmalig Schmerzen auf, kann das Karzinom schon weiter fortgeschritten sein, sodass keine komplette Heilung mehr möglich ist. Bei mehr als 60% der Patienten mit einem Prostatakarzinom haben die Tast- und Ultraschalluntersuchung keinen Befund ergeben. Daher empfiehlt sich als Ergänzung immer die Bestimmung des PSA-Werts. Ein aggressives  Prostatakarzinom   wächst und führt damit zum ansteigenden PSA-Wert, da Krebszellen mehr PSA bilden als gesunde Zellen. Mit steigendem Alter nimmt das Risiko zu, an Prostatakrebs zu erkranken.

Krebsrisiko durch gesunde Ernährung und Bewegung senken

Es ist nicht möglich, alle Risikofaktoren für Prostatakrebs wie zunehmendes Alter und genetische Aspekte zu verhindern. Es gibt aber einiges, das die Gefahr einer Erkrankung erhöht. Bei der Vorsorge spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Ein erhöhter Fleischkonsum, insbesondere von rotem Fleisch, und der Genuss von vielen Milchprodukten stehen im Verdacht, das Risiko von Krebs ansteigen zu lassen. Lebensmittel mit Vitamin E schützen die Körperzellen und sind vermehrt in pflanzlichen Ölen enthalten. Vitamin C ist wertvoll für das Immunsystem und steckt reichlich in Obst und Gemüse. Es wird zudem davon ausgegangen, dass das Vitamin D, das durch einen Aufenthalt in der Sonne gebildet wird, eine schützende Wirkung hat.

Zusammenfassung

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Neben der ausführlichen Erhebung der Patientengeschichte gehört die körperliche Untersuchung der Prostata zu den wichtigsten Möglichkeiten der Krebsvorsorge. Zusätzlich ist eine PSA-Wertbestimmung durch eine Blutuntersuchung empfehlenswert. Eine endgültige Aussage, ob Krebs vorliegt oder nicht, ist anhand einer Gewebeprobe möglich. Zur Ergänzung dient außerdem eine Ultraschalluntersuchung der Prostata. Durch die Kombination der verschiedenen Diagnosemethoden können viele Karzinome im frühen und somit heilbaren Stadium erkannt und behandelt werden. Vorsorge ist wichtig, da im Frühstadium von Prostatakrebs meistens keine typischen Symptome erkennbar sind.

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