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Weniger Östrogen

Osteoporose-Risiko steigt nach Wechseljahren

Hamburg (dpa/tmn)

Wer denkt bei einem gebrochenen Knochen schon daran, dass fehlende Hormone Schuld sein könnten? Dabei ist genau das häufig der Auslöser für Osteoporose - vor allem bei einem Geschlecht.

Von dpa

Frauen sind wesentlich häufiger von Osteoporose betroffen als Männer. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Frauen sind deutlich anfälliger für Osteoporose als Männer. Der Grund dafür liegt in den hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren. Die Eierstöcke produzieren nach und nach weniger Östrogen. Doch das Hormon reguliert auch den Knochenaufbau mit, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE).

Nimmt der Östrogen-Spiegel im Körper ab, sind die knochenabbauenden Zellen (Osteoklasten) aktiver als jene Zellen, die die Knochen aufbauen (Osteoblasten), so die DGE.

Erhöhtes Risiko für Brüche

Die landläufig auch als Knochenschwund bezeichnete Erkrankung trete bei Frauen im Schnitt doppelt so häufig auf wie bei Männern - durch die verminderte Dichte der Knochen steigt das Risiko für Brüche.

Nach Angaben des Bundesselbsthilfeverbands für Osteoporose erkrankt jede dritte Frau unmittelbar nach den Wechseljahren daran.

Übrigens: Auch bei Männern haben Hormone Einfluss auf die Festigkeit der Knochen - weil ihr Testosteronspiegel im Alter aber eher langsam sinkt, sind sie bei Weitem nicht so häufig von hormonell bedingter Osteoporose betroffen.

Längst nicht immer sind die Hormone schuld

Doch es gibt auch viele nicht-hormonelle Ursachen für Osteoporose: Die Erkrankung kann sich beispielsweise in Folge von Magersucht oder einer chronischen Darmerkrankung wie Morbus Crohn entwickeln. Auch bestimmte Medikamente und Therapien verringern die Knochendichte.

Zu wenig Bewegung, unausgewogene Ernährung, Rauchen und erhöhter Alkoholkonsum sind ebenfalls schlecht für die Knochen. Unabhängig vom Geschlecht nimmt mit dem Alter das Erkrankungsrisiko generell zu.

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