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Gesundheit

Händewaschen und -desinfizieren: 6 Tipps für die richtige Handhygiene

Schädliche Bakterien und Viren lauern sprichwörtlich an jeder Ecke. Die meisten davon sammeln sich auf den Händen an und erhöhen damit das Ansteckungsrisiko für verschiedene Krankheiten. Um die Infektionsgefahr zu reduzieren, sollte man seine Hände mehrmals täglich waschen und – vor allem in Pandemiezeiten – zusätzlich desinfizieren. Mit den folgenden sechs Tipps gelingt die richtige Handhygiene bestimmt

Foto: Bild von ivabalk auf Pixabay

Warum ist eine gründliche Handhygiene so wichtig?

Der Großteil aller Krankheiten wird über die Hände übertragen – auch die Ansteckung mit dem gefürchteten Coronavirus  ist hier keine Ausnahme. Der Grund: Wer sich zum Beispiel mit ungewaschenen Händen die Augen reibt, ermöglicht es den Krankheitserregern, über die Schleimhäute, geradewegs in den Körper zu gelangen.

Um also sich selbst und andere vor Infektionen effektiv zu schützen, ist die richtige Handhygiene unverzichtbar. Dazu gehört aber nicht nur das Händewaschen, sondern auch die Verwendung von Desinfektionsmitteln  :

Foto: @Medsolut

Aber: Umfassende Handhygiene bedeutet nicht, dass man seine Hände nur kurz unter den Wasserstrahl hält und schnell abtrocknet. Stattdessen muss man auf so einiges achten, damit die Hände auch tatsächlich sauber – und frei von jeglichen krankmachenden Keimen – sind. Die folgenden sechs Tipps geben Auskunft über das richtige Händewaschen und -desinfizieren.

1. Richtiger Zeitpunkt für das Händewaschen

Um sowohl seine eigene Gesundheit als auch die der Menschen um sich herum bestmöglich zu schützen, sollte man seine Hände den ganzen Tag über immer wieder gründlich waschen. In diesen Situationen ist sorgfältiges Händewaschen besonders ratsam:

  • Kochen: Vor der Essenzubereitung sollte man seine Hände gründlich waschen. So können keine Krankheitserreger in die jeweiligen Mahlzeiten gelangen und über die Nahrung in den Körper eindringen.
  • Zeit in öffentlichen Bereichen: Nach einem ausgiebigen Einkaufsbummel und einer Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln sollte man danach seine Hände reinigen. Schließlich sind es vor allem öffentliche Orte, wo sich Bakterien und Viren ungehindert ausbreiten können.
  • WC-Besuch: Zum Toilettengang zählt auch das Händewaschen. Dieser wichtige Hygieneschritt kann vor Viren und Bakterien schützen, die nicht primär über Husten und Niesen übertragen werden.

2. Reinigung mit genügend Wasser

Vor dem eigentlichen Händewaschen sollte man seine Hände ordentlich nass machen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man warmes oder kaltes Wasser verwendet. Die Wassertemperatur hat schließlich keinen Einfluss auf die erfolgreiche Entfernung von Krankheitserregern. Der Umwelt zuliebe empfiehlt sich kaltes Wasser – hier wird keine Energie zur Erhitzung verbraucht.

Im Zweifelsfall gilt jedoch immer: Man sollte eine für sich angenehme Wassertemperatur auswählen – schließlich sollte das Händewaschen zu keiner unangenehmen Erfahrung werden. Vor allem bei Kindern muss sichergestellt sein, dass die Kleinen Spaß am Händewaschen haben. Das kann unter Umständen bedeuten, eine eher wärmere Wassertemperatur auszuwählen.

3. Gründliches Waschen mit Seife

Für möglichst saubere Hände muss auch genügend Flüssigseife verwendet werden. Von Seifenstücken sollte man hingegen die Finger lassen – hier können sich nämlich unwillkommene Keime ansammeln. Nachdem die Hände also gut mit Wasser befeuchtet sind, reibt man sie gründlich mit Seife ein – und zwar so, dass die ganzen Hände damit gereinigt werden können:

  • Handflächen
  • Handrücken
  • Zwischenräume der Finger
  • Daumen
  • Fingerspitzen

Nachdem das geschafft ist, muss nur mehr die Seife unter fließendem Wasser abgewaschen werden. So werden auch noch die letzten Bakterien und Viren abgespült und es bleiben keine Seifenüberreste auf den Händen.

4. Händewaschen für 30 Sekunden

Viele nehmen sich nicht genügend Zeit zum Händewaschen. Ein kurzes Abspülen der Hände ist allerdings alles andere als ausreichend. Stattdessen sollte man dafür etwa 30 Sekunden miteinberechnen. Am besten man singt oder summt zweimal den Geburtstagsklassiker Happy Birthday oder ein anderes Lied, damit das Händewaschen Spaß macht  .

So kann man sich sicher sein, dass man seine Hände lange genug gewaschen und erfolgreich von schädlichen Keimen befreit hat. 30 Sekunden sind allerdings nur ein allgemeiner Richtwert für verschiedene Situationen im Alltag. Bei richtig verschmutzten Händen ist das aber wahrscheinlich zu kurz. Hier muss man selbst beurteilen, wie viel Zeit man für das Reinigen mit Wasser und Seife braucht.

5. Gutes Abtrocknen

Niemand hat gerne nasse Hände. Außerdem fühlen sich unliebsame Keime in feuchter Umgebung besonders wohl. Umso wichtiger ist es also, seine Hände nach dem Waschen gründlich abzutrocknen. Im eigenen Zuhause ist hier besonders darauf zu achten, dass man Handtücher regelmäßig wechselt – ansonsten ist das Händewaschen nur wenig sinnvoll.

6. Sorgfältige Handdesinfektion

Das Händedesinfizieren kennt man normalerweise aus der Medizin, aber auch im privaten Bereich ist die regelmäßige Verwendung eines Desinfektionsmittels empfehlenswert – schließlich bietet es zusätzlichen Schutz vor Krankheiten. Doch nicht nur nach dem Händewaschen empfiehlt sich das Desinfizieren, sondern auch wenn Wasser und Seife einmal nicht in Reichweite sind.

Wie beim Händewaschen gilt es beim Desinfizieren einiges zu berücksichtigen. So sollten die Hände – nach Möglichkeit – stets sauber und trocken sein. Die nachfolgende Grafik zeigt, worauf noch zusätzlich zu achten ist, wenn man seine Hände richtig desinfizieren möchte:

Foto: @Medsolut

Das richtige Händewaschen und -desinfizieren ist ein wichtiges Hilfsmittel, um sich selbst und andere vor der Ansteckung mit verschiedenen Krankheiten umfassend zu schützen. Vor allem während der Corona-Pandemie sowie in den typischen Erkältungszeiten ist eine gründliche Handhygiene das Um und Auf. Mit diesen sechs hilfreichen Tipps können die Hände von unwillkommenen Bakterien und Viren erfolgreich befreit werden.

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