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Diabetes lindern ohne Medikamente: Das können Betroffene selbst tun

Deutschlandweit leiden fast zehn Millionen Menschen an der sogenannten „Zuckerkrankheit“. Die Dunkelziffer wird ungleich höher vermutet. Die Therapie der Stoffwechselstörung besteht meist aus Tabletten und Insulinspritzen – und ist nicht selten ein Leben lang nötig.

Foto: pixabay.com

Doch wer die Diagnose Diabetes erhält, sollte weder resignieren noch sich passiv in sein vermeintliches Schicksal ergeben. Insbesondere Diabetes Typ 2 lässt sich mit Eigenverantwortung und einer Änderung des Lebensstiles deutlich lindern.

Das Hauptsymptom von Diabetes mellitus ist eine pathologische, dauerhafte Erhöhung des Blutzuckerspiegels. Diese Entgleisung des Blutzuckerspiegels zieht wiederum weitere vielfältige Beschwerden mit sich, die unbehandelt schlimmstenfalls in Kreislaufzusammenbrüchen und im Koma münden können. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Diabetes Typ 1 und Typ 2, hinzu kommen weitere, seltenere Formen wie Altersdiabetes und Schwangerschaftsdiabetes.

Diabetes Typ 1 ist eine genetisch bedingte Autoimmunerkrankung, mit der – unabhängig vom Lebensstil – bereits Kinder diagnostiziert werden. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass die insulinproduzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse fälschlicherweise als fremd und gefährlich wahrgenommen und von körpereigenen Antikörpern angegriffen werden. Diese Art von Diabetes ist bisher nicht heilbar.

Anders sieht es bei Diabetes Typ 2 aus. Bei dieser Erkrankung wird grundsätzlich genügend Insulin in der Bauchspeicheldrüse hergestellt. Jedoch werden die Körperzellen zunehmend resistent – das Insulin kann nicht richtig wirken. Der Körper veranlasst daher die Betazellen, immer mehr Insulin zu produzieren, was den Blutzuckerspiegel in die Höhe treibt. Diabetes Typ 2 kann glücklicherweise durch eine Vielzahl an Lebensstilfaktoren positiv beeinflusst werden.

Auch homöopathische Mittel und Heilpflanzen sind als ergänzende Therapie wirksam. Doch warum ist das so? Diese erworbene Zuckerkrankheit hat zwar auch eine genetische Komponente, hängt jedoch häufig mit einem ungesunden Lebensstil zusammen. Fettzellen am Bauch produzieren Entzündungsstoffe, die die Insulinresistenz begünstigen. Viele Typ-2-Diabetiker leiden daher unter Übergewicht oder Adipositas. Weitere Risikofaktoren sind Rauchen und Bewegungsmangel.

Wer diese Risikofaktoren verringert, kann oft auch positive Auswirkungen auf die Symptomatik erzielen. Jüngere Studien gehen sogar davon aus, dass Diabetiker mit einer Ernährungsumstellung ganz auf Medikamente verzichten könnten.

Was konkret können Betroffene also tun? Zum einen sollten sie eine gesunde Ernährungsweise etablieren. Dazu gehört die Reduktion von Zucker, Süßstoffen und gesättigten Fettsäuren, um den Blutzucker natürlich zu senken. Durch Ausdauer- und Krafttraining wird außerdem das Cholesterin gesenkt und ein gesunder Gewichtsverlust begünstigt. Genussgifte wie Alkohol und Tabak sollten ganz vom Speiseplan gestrichen werden. Und zuletzt können naturheilkundliche Mittel dabei helfen, den Blutzuckerspiegel dauerhaft zu senken und in einem gesunden Gleichgewicht zu halten.

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