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CBD – Naturheilmittel mit einer langen Tradition

In letzter Zeit häufen sich die Meldungen rund um die positiven Eigenschaften von Cannabidiol, besser bekannt unter der Kurzform CBD. Ein Wirkstoff, der aus der weiblichen Hanfblüte gewonnen wird, erobert derzeit den Markt und stellt zum Teil die klassische Schulmedizin auf die Probe. Viele Menschen entdecken die positiven Eigenschaften und schätzen die einfache Anwendung. Vor allem CBD Öl lässt sich wunderbar dosieren und eignet sich ideal für den Einstieg.

Ein Blick in die Geschichte

Die Hanfpflanze zählt zu einer der ältesten Nutz- und Heilpflanzen. Seit über 6.000 Jahren hat die Menschheit Kenntnis über Wirkung und Anwendung. Ein vages Halbwissen jedoch führte dazu, dass Hanf in Verruf geriet. Allen voran die berauschende Wirkung von THC hat der Heilpflanze die guten Eigenschaften in den Schatten stellen lassen.

Das die Wirkstoffe aus Hanf jedoch weitaus mehr können, haben Wissenschaftler bereits in den 1940er-Jahren erforscht. Chemiker der Universität in Illinois extrahierten im Jahre 1940 das erste Mal erfolgreich CBD aus der Hanfpflanze. Zeitgleich wurde von den Wissenschaftlern das THC entdeckt. Zu diesem Zeitpunkt jedoch wurde CBD noch als „giftig“ eingestuft, da es noch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Wirksamkeit der Cannabinoide im menschlichen Körper gab.

Erst im Jahr 1964 gelang es dem israelischen Wissenschaftler Dr. Raphael Mechoulam erneut CBD zu extrahieren und dessen Aufbau zu erforschen. Somit lag erstmals die chemische Zusammensetzung von CBD und THC vor. Dr. Mechoulam gilt bis heute als einer der wichtigsten Schlüsselfiguren in der Forschung des medizinischen Hanf.

Erst im Jahr 1992 wurde das Endocannabinoid-System im Körper entdeckt, welches direkt mit den Cannabinoiden agiert. Damit ist die medizinische Wirksamkeit von CBD wissenschaftlich belegt.


Der Unterschied zwischen CBD und THC

Der wesentliche Unterschied beider Cannabinoide liegt in der psychoaktiven Wirksamkeit. THC ist der Wirkstoff, der den bekannten Rausch oder das High Gefühl beim Konsum von Hanfprodukten auslöst. CBD gilt als Gegenspieler und wirkt nicht psychoaktiv und wurde daher legalisiert. Beide Cannabinoide agieren aktiv und direkt in dem körpereigenen Endocannabinoid-System. Sie docken an die entsprechenden Rezeptoren an und entfalten die Wirksamkeit.

CBD hat ein breites Wirkungsspektrum. Allen voran hilft es bei Schmerzen, Entzündungen und nervöser Unruhe.


CBD Öl als alternative Medizin immer beliebter

Die Anwendung von Hanf in der Medizin ist nicht neu. Längst haben Wissenschaftler erkannt, dann die Wirksamkeit vor allem bei schweren Krankheitsverläufen, welche auf Nervenschäden beruhen, erwiesen ist. Die Pathologie erforscht schon länger die positiven Eigenschaften von CBD auf Patienten mit Psychosen. Während THC derartige Erkrankungen verschlechtert, verringert CBD die Symptome und wird zunehmend zur Behandlung eingesetzt. Inzwischen können Patienten legal Hanfprodukte zur Eigentherapie in Apotheken erwerben.

Doch nicht nur chronisch Kranke profitieren von CBD. Immer mehr Menschen erkennen die positiven Eigenschaften und setzen vermehrt auf die Anwendung von Hanf-Produkten. Zur Behandlung von Entzündungen und Schmerzen kann CBD angewandt werden. Durch die aktuelle Lage, haben sich bei einigen Menschen vermehrt nervöse Unruhe, Schlaflosigkeit und sogar Angstzustände eingestellt. Bei diesen Symptomen hilft CBD Öl effektiv und zuverlässig. Das Öl setzt sich aus unterschiedlichen Komponenten zusammen. Es besteht in der Regel unter anderem aus natürlichen Terpene, Hanföl, Vitamin E und unterschiedlich hoch dosiertes Cannabidiol. Es ist vegan und einfach zu dosieren. Dank der Pipette werden zwei bis drei Tropfen des Öls unter die Zunge gegeben. Normalerweise setzt die Wirksamkeit innerhalb von 30 Minuten ein. Eine schrittweise Erhöhung kann vollzogen werden, wenn die gewünschte Wirksamkeit ausbleibt. Für Einsteiger empfehlen sich CBD Öle mit 5 % CBD Anteil oder höchstens 10 % CBD Anteil.


Verschiedene Anwendungsmöglichkeiten

CBD kann nicht nur in Form von Öl konsumiert werden. CBD Blüten gelten ebenfalls als sehr beliebt. Vor allem für Anwender, die einen Verdampfer nutzen. Darüber gelangen die positiven Wirkstoffe deutlich schneller in den Körper. Unter Kennern wird es gern als CBD Blume bezeichnet. Wenngleich die Wirkstoffe aus der weiblichen Blüte gewonnen werden.

Neben Öl und Blüten, sind es Kapseln, die als beliebtes Hanf-Produkt verwendet werden. Was einem letztendlich persönlich zusagt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Hanfblüten können beispielsweise in Form eines Aufgusses, über einen Verdampfer oder als Zutat für verschiedene Rezepte verwendet werden.


CBD Öl für Tiere

Nicht nur für den Menschen haben Hanf-Produkte einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden. Inzwischen gibt es Öle auf den Markt, die speziell für Tiere entwickelt wurden. Sie fördern das allgemeine Wohlbefinden und tragen zur Pflege einen wesentlichen Teil bei. Da Hunde als auch Katzen ebenfalls über ein Endocannabinoid-System verfügen, ist die Wirksamkeit vergleichbar mit der des Menschen.


Anbaumethoden

Der Anbau von Hanfpflanzen ist in Deutschland nur anerkannten Landwirten gestattet. Privat darf Hanf bislang nicht angebaut werden. Zertifizierter Anbau erfolgt entweder im Freien oder in Gewächshäusern. Die verschiedenen Hanfsorten bieten verschiedene Geschmackserlebnisse und bei Konsumenten sind die unterschiedlichen Blüten gern gesehen.



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