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Finanzen

So können Sie Versicherungsbeiträge von der Steuer absetzen

Versicherungen sind ein sinnvoller Schutz vor unerwarteten und hohen Kosten. Schließlich kann bereits eine kleine Unachtsamkeit gewaltige finanzielle Schäden verursachen. Daher sind einige Versicherungen äußerst empfehlenswert, selbst wenn sie keine Pflicht sind.

Foto: N.N.

Für jede Versicherung werden allerdings regelmäßige Beitragszahlungen fällig, weswegen der eine oder andere mit dem Abschluss eines Vertrags zögern mag. Damit das möglichst wenige Bürger bei den essentiellen Versicherungen tun, können sich Steuerpflichtige bei der jährlichen Steuererklärung einen Teil dieser Kosten zurückerstatten lassen. Die Einkommenssteuer betrifft jeden Arbeitnehmer in Deutschland: Jeden Monat wieder zeigt der Gehaltsnachweis deutlich, wie viele Steuerabgaben man zahlen muss. Neben der Einkommenssteuer gibt es eine Vielzahl weiterer Steuerarten in Deutschland, und nicht auf jede dieser Zwangsabgaben haben Bürger einen Einfluss: Doch bei der Einkommenssteuer besteht zumindest die Möglichkeit, sich einmal jährlich einen Teil der gezahlten Steuern in Form von barem Geld zurückzuholen. Bereits durch Angaben zum Gehalt und den gezahlten Beiträgen der Krankenversicherung sowie allen weiteren Abgaben, die vom Einkommen abgehen, können sich die meisten über eine Rückzahlung vom Finanzamt freuen. Doch Sie können noch deutlich mehr Dinge von der Steuer absetzen, beispielsweise die Beiträge für einige Versicherungen. Automatisch berücksichtigt werden in der Steuererklärung die Beiträge für die Sozialversicherungen (Kranken-, Pflege-, Rentenversicherung), die direkt vom Gehalt abgezogen werden. Zusätzlich können Arbeitnehmer unter anderem die folgenden Versicherungen in der Steuererklärung als Vorsorgeaufwendungen angeben:

  • Haftpflichtversicherung
  • Kfz-Haftpflichtversicherung
  • Unfallversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Rürup-Rente
  • Zahnzusatzversicherung
  • Risikolebensversicherung

Wer sehr umfangreich vorsorgt, kann jedoch nicht alle Beiträge von der Steuer absetzen, denn es gibt eine Höchstgrenze: 1.900 Euro für Arbeitnehmer und 2.800 Euro für Selbstständige. Viele erreichen diese Grenze bereits durch die Beiträge der Kranken- und Pflegeversicherung. Es gibt jedoch noch eine zweite Stelle in der Steuererklärung, an der Arbeitnehmer Versicherungsbeiträge angeben können, und zwar bei den Werbungskosten. Hier ist Platz für Versicherungen, die für den Beruf abgeschlossen wurden. Dazu zählen eine gesonderte Unfallversicherung, die Berufshaftpflichtversicherung oder die Arbeitsrechtsschutzversicherung.

Diese Versicherungen können Sie nicht absetzen

Folgende Versicherung sind ebenfalls empfehlenswert, denn sie sichern häufige Risiken ab. Steuerzahler können die Beiträge für diese Policen allerdings nicht vom Finanzamt zurückholen:

  • Hausratversicherung
  • Teil- oder Vollkaskoversicherungen
  • Kapitalbildende Lebensversicherungen
  • Private Rechtsschutzversicherung
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