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Familie

Spikeball: Volleyball als Spaßversion

Noch können die wenigsten mit dem Begriff „Spikeball“ etwas anfangen, doch der Zulauf aus Amerika ist seit zwei Jahren ungebrochen. Der Ursprung des Spiels geht auf das 1989 von Jedd Knurek erfundene „Roundnet“ zurück, dass aber weltweit eher ein Nischendasein fristete. Dann erkannte der Jungunternehmer Chris Ruder das Potenzial des Spiels, modernisierte die Regeln und bereicherte im Jahre 2008 die Trendsportarten um einen weiteren Funsport. Hinter der Vermarktung steht sein Unternehmen mit dem Namen des Spiels.

Von Dülmener Zeitung

„Schmetterball“, wie Spikeball auf Englisch heißt, weist viele Ähnlichkeiten mit Volleyball auf, ist aber um Längen kurzweiliger. Als Freizeitsport lässt sich das Ballspiel wunderbar am Strand, im Park, auf der Gartenwiese oder in der Halle spielen. Wir zeigen, was man für Spikeball braucht und wie das Spiel geht.

Die Regeln im Schnelldurchgang

Gespielt wird beim Spikeball  mit zwei Teams, die aus jeweils mindestens zwei Spielern bestehen sollten. Spikeball eignet sich somit auch als Strandspiel für eine vierköpfige Familie im Sommerurlaub. Gezählt wird in der Regel bis 21 Punkte. Gängig sind auch Sätze bis 15. Für einen Sieg sind mindestens zwei Punkte Abstand erforderlich, das heißt, es wird so lange weitergespielt, bis dieses Resultat erzielt worden ist. Das Aufschlagrecht besitzt die Mannschaft, die zuletzt den Punkt gemacht hat.

Für jeden Spielzug darf ein Team den Ball zweimal abspielen. Bei der dritten Berührung muss der Spielzug hingegen ausgeführt werden. Auch sind kürzere Abläufe mit nur einer Berührung oder zwei Kontakten erlaubt. Die Behinderung der gegnerischen Spieler ist nicht erlaubt. Der Spieler, der Aufschlag hat, muss den Ball dafür erst einmal mindestens fünf Zentimeter hochwerfen und einen Fuß auf dem Boden halten. Der Abstand zum Netz beträgt mindestens 1,80 Meter.

Die Spielzüge beim Spikeball

Wie beim Volleyball geht es beim Spikeball darum, mit seinem Team den eigenen Ball über den Boden zu halten und ihn dann so zu platzieren, dass er für das gegnerische Team unerreichbar bleibt. Doch hier enden auch schon die Gemeinsamkeiten. Bereits die Spielfläche ist nicht mehr in zwei Hälften separiert, sondern ein großes Ganzes, indem sich Freund und Feind in einem herrlichen „geordneten Chaos“ tummeln.

Auch das Netz unterscheidet sich vom eher gemächlichen Volleyball erheblich, denn die Rolle des Netzes übernimmt nun eine Art Trampolin. Auf dieses wird der Ball, beim Spikeball eine Art größerer Gummiball, geschmettert. Schafft es die gegnerische Mannschaft nicht, den Ball anzunehmen, dann geht der Punkt an das ausführende Team. Schafft sie es doch, dann ist nun die andere Mannschaft am Zug, mit dem Gegner dasselbe zu probieren.

Ein Fehler hingegen, wenn zum Beispiel das Trampolin verfehlt oder nur der Rahmen des Netzes getroffen wird, wird mit Punktabzug bestraft. Die Punktevergabe geschieht nach dem Rallye-System, das heißt die Punktvergabe geht an die erfolgreiche Mannschaft. Der Aufschlag hat hingegen für die Punktevergabe keine Bedeutung so wie dies früher beim Volleyball bis zur Regelreform von 1999 einst gängige Praxis war.

Weitere Unterschiede zum Volleyball

Im Gegensatz zum Volleyball sind außerdem keine Linien erforderlich, was die Organisation des Spiels als Outdoor-Sport erleichtert. Im Prinzip braucht man nur den Ball und das Trampolinnetz. Das Spielset gibt es für rund 70 Euro. Wer keins verfügbar hat, kann alternativ einen Hula-Hoop-Reifen  mit einem Netz bespannen. Der Ball kann auf beliebige Art oben gehalten werden. Die Hände verlieren dafür also ihre Exklusivfunktion, wenn sie dafür auch die sicherste Variante bleiben.

Ein weiterer Unterschied zum Volleyball: Beim Aufschlag wird reihum gewechselt, es ist somit nicht mehr möglich, sich auf einen Spezialisten für den Aufschlag festzulegen. Der Hintergrund für diese Regel ist die Herbeiführung von mehr Variabilität und Überraschungsmomenten. Der einzelne Spieler wird mehr gefordert und schlüpft automatisch während des Spiels in die Rolle des Aufschlägers und Annehmers.

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