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Wie Veganer an Proteine kommen

Wer sich vegetarisch ernährt, verzichtet darauf, Fleisch zu essen. Veganer haben sogar tierische Produkte wie Eier, Milch und Milcherzeugnisse aus ihrem Speiseplan gestrichen. In Deutschland geht der Konsum von Fleisch immer weiter zurück, wie Zahlen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung beweisen. Demnach war die Menge an Fleisch, die 2020 hierzulande konsumiert wurde, um 11,5 Prozent geringer als noch im Jahr 1991. Deshalb wurde auch weniger Fleisch produziert. Die Herstellungsmenge ging um 1,6 Prozent nach unten, was 142.000 Tonnen entspricht.

Foto: betway.com/

Die häufigsten Gründe, weshalb Menschen weniger oder gar kein Fleisch mehr essen, sind der Umweltschutz, das Tierwohl und die eigene Gesundheit. Die Massentierhaltung sorgt für eine nicht unerhebliche Belastung der Umwelt. Laut Umweltbundesamt war die Landwirtschaft in Deutschland im Jahr 2020 für 8,2 Prozent der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Damit liegt sie noch vor den Emissionen, die bei Verarbeitungsprozessen in der Industrie entstehen und einen Anteil von 7,9 Prozent haben. Zudem werden große Flächen des Regenwalds abgeholzt, um Platz für den Anbau von Soja zu schaffen. Dieser wird als Nahrungsmittel für Nutztiere benötigt.

Die Tiere, die als Lieferanten für Fleisch dienen, führen häufig ein kurzes und qualvolles Leben in viel zu kleinen Käfigen. Diese Vorstellung haben viele Menschen vor Augen, die sich für eine Ernährung ohne Fleisch entscheiden. Zu unterschätzen ist aber auch nicht der Nutzen für die eigene Gesundheit, wenn man auf Fleisch verzichtet und stattdessen mehr pflanzliche Lebensmittel zu sich nimmt. Letztere sind als verlässliche Lieferanten von Vitaminen und anderen Vitalstoffen bekannt. Zwar enthält Fleisch auch Vitamine – vor allem sind hier B-Vitamine zu nennen –, aber mit Obst und Gemüse kann es in dieser Hinsicht nicht mithalten.

Für einen Inhaltsstoff werden Fleisch und andere tierische Produkte aber sehr geschätzt: für die Proteine. Vor allem Sportler finden regelmäßig Hühnerbrustfilets, Eier und Joghurt auf dem Esstisch vor. Dass sie in größeren Mengen Eiweiß zu sich nehmen, hat gute Gründe, fördert der Nährstoff doch unter anderem die Bildung von Muskeln. Es gibt aber auch bei Spitzenathleten eine Tendenz dazu, auf Fleisch zu verzichten. Ein prominentes Beispiel ist Novak Djokovic. Der Serbe gilt als einer der besten Tennisspieler, die es je gab. Die mehr als 150 Millionen Dollar Preisgeld, die er im Laufe seiner Karriere verdient hat, sind nur einer seiner zahlreichen Rekorde. Seine herausragenden Leistungen vollbringt er aber ohne den Verzehr von Fleisch und anderen Tierprodukten. Auch der Formel-1-Fahrer Lewis Hamilton, der MMA-Kämpfer Nate Diaz, der Basketballspieler Kyrie Irving und der Fußballspieler Chris Smalling ernähren sich vegan. Zudem ist vom Fußballstar Lionel Messi bekannt, dass er zumindest zeitweise auf Fleisch verzichtet.

Wie in einem Blogbeitrag von Betway Sportwetten zu lesen ist, stellt Fleisch längst nicht die einzige Quelle für Proteine dar. Auch in einigen pflanzlichen Produkten ist Eiweiß in größeren Mengen enthalten. Wer beispielsweise häufiger Nüsse, Samen, Hafer oder Linsen zu sich nimmt, versorgt sich ebenfalls mit dem wichtigen Nährstoff. Der Verzicht auf Fleisch hat den zusätzlichen Vorteil, dass es zu weniger Entzündungen im Körper kommt. Tierische Produkte verursachen nicht selten Entzündungen, gegen die der körpereigene Abwehrmechanismus angehen muss. Die benötigte Energie geht dann für andere Prozesse verloren, was die Leistungsfähigkeit mindert.

Im Gegensatz dazu enthalten die meisten pflanzlichen Lebensmittel Antioxidantien. Das sind Wirkstoffe, die freie Radikale bekämpfen. Somit sorgen Obst und Gemüse dafür, dass die Zellen geschützt werden, und tragen auch auf diese Weise erheblich zur Gesundheit bei.

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