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Zu viel Obst

Fruchtzucker kann Darm in Aufruhr versetzen

Baierbrunn (dpa/tmn)

Obst gehört zu einer ausgewogenen Ernährung dazu - und es schmeckt gut. Manchmal hat der Verzehr aber unschöne Begleiterscheinungen. Was hilft, wenn Äpfel, Trauben und Co. für Bauchprobleme sorgen?

Von dpa

Lecker Obstteller, richtig gutes Zeug: Dem Bauch zuliebe isst man lieber nicht alles auf einmal. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Wer sich auf dem Obstteller zu beherzt bedient, riskiert Verdauungsprobleme wie Bauchweh, Blähungen und Durchfall. Der Fruchtzuckergehalt von einem Pfund Kirschen, einem halben Liter Apfelsaft oder 350 Gramm Trauben überfordere jeden Darm. Das berichtet die Zeitschrift «Apotheken Umschau» (Ausgabe 8B/21). Ob man danach wirklich Beschwerden bekomme, hänge neben der Zusammensetzung der Nahrung aber auch von der Empfindlichkeit der Darmschleimhaut sowie der Zusammensetzung der Darmbakterien ab.

Manche Menschen vertragen schon kleine Obstmengen kaum. In dem Fall könnte eine Fruktose-Unverträglichkeit vorliegen. Hier kommt ein Großteil der Fruktose unverdaut in untere Darmbereiche und sorgt so für Probleme - weil sie dort fermentiert wird und sich Gase bilden. «Oft so viel, dass Patienten sich wie aufgepumpt fühlen und zum Teil heftige Bauchschmerzen haben», beschreibt die Ernährungsmedizinerin Prof. Anja Bosy-Westphal in der Apotheken-Umschau.

Aufschluss darüber, ob das Obst die Bauchprobleme auslöst, gibt ein Ernährungstagebuch. Die Einträge helfen bei der Diagnose.

Ganz auf Obst zu verzichten, ist aber nicht sinnvoll. Wer Probleme hat, sollte auf Fruchtsäfte verzichten und das Obst lieber in kleinen Portionen nach einer Hauptmahlzeit oder zusammen mit Joghurt essen.

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