1. www.dzonline.de
  2. >
  3. Ratgeber
  4. >
  5. Digitales
  6. >
  7. Gratis lesen: die besten Websites für kostenlose Ebooks im Netz

  8. >

Digitales

Gratis lesen: die besten Websites für kostenlose Ebooks im Netz

Lesen bildet, lesen ist ein tolles Hobby und mit Lesen kann jeder in andere Welten abtauchen oder einfach nur entspannen. Viele legen dabei viel Wert darauf, das Buch in der Hand zu halten, das Papier zu spüren. Andere wiederum wollen einfach „nur“ lesen und setzen eher auf eReader, ihr Tablet oder das Smartphone.

Foto: unsplash.com

Gemeinfrei vs. Angebote

Zu unterscheiden ist grundsätzlich zwischen zwei Arten von kostenlosen ebooks: den gemeinfreien Büchern und den Aktionsangeboten.

Gemeinfrei:

Ein Buch in Deutschland wird durch den Zeitablauf von 70 Jahren nach dem Tod des letzten Mitwirkenden – also des Autors oder dem Übersetzer der jeweiligen Ausgabe - „gemeinfrei“. Nach dem Ablauf dieser Zeitspanne sind die Bücher frei verfügbar und stehen auf zahlreichen Portalen als eBook zum kostenlosen Download bereit. Im Übrigen ist es auch erlaubt, die gemeinfreien Inhalte beliebig zu vertonen. Das Resultat sind dann kostenlose Hörbücher und Hörspiele.

Das bedeutet, dass im heurigen Jahr 2021 die Werke von Autoren gemeinfrei werden, die 1947 oder früher verstorben sind. Wie jedes Jahr bedeutet das, dass sich besonders die Fans älterer Literatur erneut auf kostenlosen Nachschub freuen kann, da die Digitalisierung vermutlich bereits im Zuge verschiedener Projekte wie bspw. dem Projekt Gutenberg in vollem Gange ist. Somit sind die gratis Versionen oft sogar sehr gut formatiert und illustriert.

Wird bei Amazon & Co. bspw. nach einem Ebook von Karl May gesucht, dann gibt es noch viele kostenpflichtige Ausgaben. In diesem Fall handelt es sich um neu redigierte, neu übersetzte oder auch nur mit eigenen Illustrationen ausgestattete Bücher. Ob sich in einem solchen Fall der „Aufpreis“ von bspw. 99 Cent lohnt, das ist nicht pauschal zu Beantworten.

Gemeinfrei sind im weiteren Sinne auch aktuelle Titel. In diesem Fall wurden diese von den Autoren unter eine Creative-Commons-Lizenz gestellt und stehen somit ebenfalls zum gratis Download zur Verfügung. Allerdings handelt es sich dabei nur um eine sehr geringe Auswahl, wie bspw. den hoch politischen Roman von Cory Doctorow „Little Brother“.

Aktionsangebote:

Hierunter sind alle ebooks zusammengefasst, die zur Bewerbung des Autors dienen oder um eine bestimmte Romanreihe, die kostenlos angeboten wird. Allerdings sind diese Angebote zumeist zeitlich begrenzt, vor allem dann, wenn es sich um besonders attraktive Titel handelt. Beispielsweise gab es in der Vergangenheit den Bestseller „Sakrileg“ (Da Vinci Code) von Dan Brown und das Meisterwerk 1Q84 von Haruki Murakamis als Gratis-Download. Beide standen jedoch nur für 24 Stunden als kostenlose ebook-Variante zur Verfügung.

Tipps und Quellen für ebook-Fans

Nicht nur spezielle Webseiten bieten gratis Downloads an, sondern auch viele online Shops, die eine Gratis-Sektion integriert haben, wobei diese zumeist dieselben Klassiker anbieten. Bspw. ebook.de oder auch libreka.de sind zwei Quellen, die bspw. rund 300 kostenlose Titel anbieten, wobei libreka das offizielle ebook-Portal des Börsenvereins ist und einige Schnupper-Bücher anbietet.

Die meisten Leser sind wahrscheinlich durch den eigenen ebook-Reader an einen Händler gewöhnt oder bei den Tablets bzw. Smartphones an eine App. Auch der Google-Play-Store bietet bspw. Gratis-ebooks an und iTunes iBooks sowieso. Selbst bei textunes gibt es manchmal Gratis-Angebote, die dann jedoch nur mit der entsprechenden App funktionieren. Darüber hinaus bieten auch Verlage und Händler kurzfristig kostenlose Titel an, wie bspw. zur Buchmesse. Auch das Angebot der öffentlichen Bibliotheken stellt eine lohnenswerte Alternative dar, wo eBooks per „onleihe“ ausgeliehen werden können.

Der Gründer des Projektes Gutenberg – Nachruf

Der Gründer des weltbekannten Projektes Gutenberg Michael S. Hart begann 1971 damit Bücher zu digitalisieren und ins ebook-Format zu bringen. Die Begeisterung des „Urgesteins des eBook-Marktes“ begann mit einer frei verfügbaren Version der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, die er in der Bibliothek der University Od Illinois at Urbana-Champaign fand. Er tippte diese ab und verschickte die Kopie an andere Nutzer des Universitäts Netzwerkes. Im gleichen Jahr gründete Hart das Projekt Gutenberg, das bis heute zu einem der größten digitalen Literatur Unternehmungen im Internet gewachsen ist.

Hart allein hatte bis zum Jahr 1987 313 Bücher digitalisiert, worunter sich Werke von Homer, Shakespeare, Mark Twain oder die Bibel befanden. Ab dem Zeitpunkt suchte er freiwillige Helfer, die ihn bei der Digitalisierung der sogenannten Public-Domain-Ebooks unterstützten. Durch die tatkräftige Unterstützung ging es deutlich schneller voran und jede Woche kamen circa 50 neue eBooks hinzu. 2016 waren es bereits über 50.000 Werke. Bis zu seinem Tod am 06. September 2011 im Alter von 64 Jahren hielt seine Begeisterung und Arbeit mit ebooks und dem Projekt Gutenberg. Sein Motto: Give as many ebooks to as many people as possible.

Startseite