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Zitterpartie Getreideernte: Bauern hoffen auf Regenpause

Köln/Münster (dpa/lnw)

Hafer, Roggen und vor allem Weizen wachsen auf der Hälfte des Ackerlandes in NRW. Das Getreide steht reif auf den Feldern, doch Pflanzen und Böden sind nass vom vielen Regen. Jetzt ist Sommerwetter gefragt.

Von dpa

Winterweizen reift auf einem Getreidefeld vor dunklen Wolken. Foto: Arne Dedert/dpa

Die Getreideernte wird in diesem Jahr für die Bauern in Nordrhein-Westfalen zur Zitterpartie. Einen Monat nach Beginn der Ernte sei wegen des häufigen Regens ein erheblicher Teil des Getreides noch nicht geerntet worden, berichtete die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Bislang konnte die mit Abstand wichtigste Getreideart, der Winterweizen, nur auf der Hälfte der Anbaufläche geerntet werden. Winterweizen wird in NRW auf 240.000 Hektar angebaut, das ist knapp die Hälfte der gesamten Fläche für Getreide.

«Wenn diese Woche der Endspurt nicht beginnt, dann wird das für viele Landwirte mit Einbußen verbunden sein», sagte Bernhard Rüb, der Sprecher der Landwirtschaftskammer. Dabei habe es nach dem regnerischen Frühjahr nach einer sehr guten Ernte ausgesehen. Nun seien zwei bis drei Tage Sommerwetter nötig, damit die Getreidepflanzen auf den Feldern trocknen. Auch müssten die durchweichten Böden fester werden für die Ernte mit den schweren Maschinen.

Komplett geerntet ist nach der Übersicht der Kammer bisher nur die Wintergerste. Das Futtergetreide Triticale sei überwiegend geerntet, der Winterroggen zur Hälfte. Während beim Hafer im Rheinland die Hälfte vom Feld ist, ist es in Westfalen nur ein Fünftel.

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