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Wolfgang Niedecken spielt Benefizkonzert für Flutopfer

Neuwied (dpa/lrs)

Von dpa

Wolfgang Niedecken spielt vor Schloss Engers bei Neuwied ein Konzert, dessen Erlös den Opfern der Flutkatastrophe zu Gute kommen soll. Foto: Thomas Frey/dpa

Einen Monat nach der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen hat Musiker Wolfgang Niedecken bei einem Benefizkonzert in Neuwied der Flutopfer gedacht. Der Chef der Kölner Gruppe BAP («Verdamp lang her») hatte vor dem Auftritt am Sonntag angekündigt, mit der Stiftung Villa Musica Rheinland-Pfalz die Einnahmen zugunsten der «Aktion Deutschland hilft» zu spenden. «Wir hoffen damit wenigstens ein bisschen dazu beizutragen, die materielle Not der Betroffenen zu lindern.»

Zu dem mit rund 600 Besuchern ausverkauften Konzert auf Schlosshof Engers war auch der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) gekommen. «Solche Konzerte sind ein wichtiges Zeichen der Solidarität. Es ist unerlässlich, Seite an Seite mit den Opfern zu stehen», sagte Lewentz der Deutschen Presse-Agentur. Doch auch über solche Veranstaltungen hinaus gebe es viel berührende Solidarität, nicht nur von Prominenten. «Es gibt viel tatkräftiges Anpacken und beeindruckende Spenden. Das zeigt: Deutschland ist kein kaltes Land.»

Ein Sprecher der Stiftung Villa Musica Rheinland-Pfalz sagte, die Aktion zeige «100 Prozent Solidarität mit den Flutgeschädigten». Am 14. und 15. Juli hatte extremer Starkregen eine Flutwelle ausgelöst und auch weite Teile des rheinland-pfälzischen Ahrtals unter Wasser gesetzt. Allein dort kamen mehr als 130 Menschen ums Leben.

Niedeckens Vater stammte aus Unkel rund 30 Kilometer rheinabwärts von Neuwied. Der Musiker absolvierte den Auftritt im Rahmen seiner Tour mit Liedern und Geschichten zu Literaturnobelpreisträger Bob Dylan. Dabei wird er von Mike Herting am Piano begleitet. Zu dem Konzert in Neuwied war auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach gekommen.

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