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Witzige Videoinstallation zu jüdischem Leben in Deutschland

Köln (dpa)

Von dpa

Ein Besucher sitzt vor einer Videoinstallation über jüdisches Leben in Deutschland von Boaz Kaizman. Foto: Oliver Berg/dpa

Der Kölner Künstler Boaz Kaizman ist ein in Deutschland lebender Jude und hat deshalb den Auftrag bekommen, für das Museum Ludwig ein Kunstwerk zum Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland zu schaffen. Damit geht er mit dem Thema in einer komplexen Videoinstallation auf teils witzige Weise um. Er entzieht sich naheliegenden Erwartungen, die Situation der in Deutschland lebenden Juden zu reflektieren, indem er selbst vor die Kamera tritt und sich bei völlig alltäglichen Handlungen filmt: beim Kochen, Joggen oder Reparieren seiner Spüle. In einem dieser Filme unterhält er sich mit dem israelischen Schauspieler Dov Glickman, bekannt aus der Netflix-Serie «Shtisel». Glickman stellt sehr treffend fest: «Ja, du bist wirklich ein Jude in Deutschland.»

Ein zentrales Thema der Installation ist die Sprache als Grundlage aller Künste inklusive Musik und bildender Kunst. Das wird in einem Film besonders deutlich, in dem ein Ensemble ein Stück spielt, das auf einem Gedicht von Kaizman beruht. Der Künstler transformierte es durch ein Text-to-Speech-Programm, das Steuerbefehle in Klänge umwandelt, in Musik.

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