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Weiterhin ein Vermisster nach Explosion in Leverkusen

Leverkusen/Köln (dpa)

Von dpa

Nach der Explosion im Leverkusener Chempark sind am Gebäude Schäden zu erkennen. Foto: David Young/dpa/Archivbild

Mehr als eine Woche nach der Explosion und dem Brand in einer Leverkusener Sondermüllverbrennungsanlage mit mindestens sechs Toten gilt weiterhin ein Mensch als vermisst. Das sage eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Köln am Donnerstag der dpa. «Der Explosionsort im engeren Sinne ist immer noch nicht begehbar», erklärte sie mit Verweis auf schwer einzuschätzende Gefahren. Es gebe aber ein Bergungskonzept. Außerdem sei ein Sachverständigen-Team mit Spezialisten für Brände und Explosionen eingesetzt worden.

Durch die gewaltige Detonation und den Brand am Dienstag vergangener Woche kamen mindestens sechs Menschen ums Leben. Fünf Tote sind bisher am Unglücksort gefunden worden. Ein Schwerverletzter starb im Krankenhaus. Rund 30 Menschen wurden verletzt. Die Ursache für die Explosion und den Brand ist bislang noch nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen unbekannt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und fahrlässiges Herbeiführen einer Explosion. Sie will herausfinden, ob menschliche Fehler zur Katastrophe führten.

Die Aufräumarbeiten gehen laut dem Chempark-Betreiber Currenta weiter. Es gebe noch massive Trümmerteile, die zum Teil ineinander verkeilt lägen, schilderte ein Sprecher. Die Einsatzkräfte würden unter anderem auch mögliche Chemikalienrückstände abpumpen. Die Einsatzkräfte würden ärztlich überwacht. Das geschehe mit Hilfe kleiner Geräte an der Kleidung. Daneben fänden Untersuchungen statt, zu denen Urinproben gehörten. Die Ergebnisse in dem Prüfprogramm zum Gesundheitsschutz der Einsatzkräfte seien bisher unauffällig.

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