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Verkehr

Weiterbau A445: Drei Klagen am Bundesverwaltungsgericht

Arnsberg/Leipzig (dpa/lnw) - Gegen die Planung zum Weiterbau der Autobahn 445 zwischen Hamm und Werl sind beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig drei Klagen eingegangen. Nach Auskunft einer Gerichtssprecherin haben sich ein Naturschutzverband und zwei Privatleute an das Gericht in Leipzig gewandt. Die Frist zur Abgabe der Klagegründe endet zehn Wochen nach Eingang der Klagen. Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet bei großen Bauvorhaben in erster Instanz.

dpa

Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert

Nach Auskunft der Bezirksregierung Arnsberg haben die eingereichten Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss keine aufschiebende Wirkung. Der Autobahnbau zwischen Hamm im Norden und der A445 bei Werl schließt die Lücke zwischen der A2 (Oberhausen-Hannover) und der A44 (Dortmund-Kassel). Am Ende wird die Autobahn rund 21 Kilometer lang sein. Sie führt über Werl weiter ins Sauerland bis Neheim und als A46 bis Bestwig im Hochsauerland. Der Baubeginn ist derzeit noch offen.

Für den Bau mit vier Fahrstreifen sind auf der Strecke zwei Anschlussstellen geplant. Bei Hamm soll der Verkehr als Autobahndreieck auf die A2 geführt werden. Die Planer rechnen für die rund acht Kilometer mit Kosten von 99 Millionen Euro. Im Jahr 2030 sollen nach Angaben der Autobahnbetreiber zwischen 35 000 bis 40 000 Fahrzeuge über die neue Autobahn rollen. Rund ein Fünftel davon sind Lastwagen.

© dpa-infocom, dpa:210428-99-388936/3

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