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Wahlleiter rechnet mit mehr Briefwählern bei Bundestagswahl

Düsseldorf (dpa/lnw)

Die Corona-Pandemie wird bei der Bundestagswahl am 26. September in NRW vermutlich für mehr Briefwähler sorgen. Davon geht jedenfalls der Landeswahlleiter aus. Bei den Kommunalwahlen im September 2020 unter Corona-Bedingungen hatte die Quote schon bei 42,8 Prozent gelegen.

Von dpa

Nordrhein-Westfalens Landeswahlleiter Wolfgang Schellen. Foto: -/Innenministerium NRW/dpa/Archivbild

Der Landeswahlleiter von Nordrhein-Westfalen, Wolfgang Schellen, rechnet bei der Bundestagswahl mit einem weiter steigenden Anteil von Briefwählern. Auch ohne Corona-Pandemie sei bei den zurückliegenden Wahlen ein kontinuierlich steigender Briefwahlanteil zu verzeichnen, berichtete Schellen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Eine «gravierende Steigerung» der Briefwahlquote habe sich dann bei Wahlen, die während der Pandemie-Wellen stattgefunden haben, beobachten lassen. «Da aktuell wieder höhere Infektionszahlen und Inzidenzwerte gemessen werden, ist trotz Impfkampagne und Testmöglichkeiten mit einem nochmals höheren Briefwahlanteil bei der Bundestagswahl 2021 im Vergleich zur Vergangenheit in NRW zu rechnen», so Schellen weiter.

Nach seinen Angaben lag die Briefwahlquote bei der Bundestagswahl 2017 in Nordrhein-Westfalen bei 30,9 Prozent und bei der Europawahl 2019 bei 28,2 Prozent. Bei den Kommunalwahlen in NRW im September 2020 während der Corona-Pandemie lag die Quote dann bei 42,8 Prozent. Noch höhere Quoten bei Wahlen in Deutschland gab es zuletzt bei Landtagswahlen Mitte März. In Baden-Württemberg entfielen damals 51,5 Prozent der abgegebenen Stimmen auf Briefwählerinnen und Briefwähler, in Rheinland-Pfalz sogar 66,5 Prozent.

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