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Verbände und Experte: Lüftung in meisten Schulen gesichert

Düsseldorf (dpa/lnw)

Von dpa

Die Mehrheit der Schulen in NRW ist bei der Lüftung zum Schutz gegen das Coronavirus laut Umweltbundesamt gut aufgestellt. Nur 15 bis 25 Prozent der Schulen könnten derzeit nicht so belüftet werden, dass Viren durch das Öffnen der Fenster abtransportiert würden, sagte der Direktor im Umweltbundesamt, Heinz-Jörn Moriske, am Dienstag in Düsseldorf. Für die betroffenen Klassenräume könnten Luftreiniger Abhilfe schaffen, die etwa mit hocheffizienten Filtern arbeiteten. Sinnvoll seien auch geräuscharme, sogenannte UVG-Geräte, die Viren in der Luft «biologisch inaktivieren».

Der Präsident des Städte- und Gemeindebunds, Eckhard Ruthemeyer (CDU), betonte eine Woche vor Beginn des neuen Schuljahrs 2021/22, eine flächendeckende Ausstattung aller Schulen mit Lüftungsgeräten sei nicht zwingend nötig. Es brauche solche Anlagen nur, wo das deutlich wirksamere Fensteröffnen nicht möglich sei. Die Rahmenbedingungen für «bestmöglichen Unterricht» seien gegeben. Auch der Vorsitzende des Städtetags NRW, Pit Clausen (SPD), mahnte, die Bedeutung von Lüftungsanlagen sollten nicht überbewertet werden. Es seien lediglich «Hilfskrücken».

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach bekräftigte, das Land stelle in einem zweiten Lüftungsprogramm rund 90 Millionen Euro bereit - diesmal könnten neben den Schulen auch Kitas profitieren. Die Anschaffung von UVC-Geräten werde dabei ebenfalls gefördert. Die CDU-Politikerin mahnte beim an der Finanzierung beteiligten Bund eine schnelle Verwaltungsvereinbarung an, ohne die das Land keine Förderrichtlinie erlassen und man in den Kommunen nicht an die Umsetzung gehen könne. SPD-Fraktionsvize Jochen Ott forderte: «Wir wollen, dass alle Klassenräume ausgestattet werden.» Andere Bundesländer gingen voran, NRW warte auf den Bund.

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